Techconsult, IDC, Statistisches Bundesamt

Hardware-Umsätze brechen ein, Stellenanzeigen auch

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Im ersten Quartal sind die IT-Umsätze deutlich eingebrochen sowie als Folge auch die Zahl der Stelleninserate. Dagegen stieg die Anzahl der Beschäftigten. Zu diese Ergebnissen kommen Untersuchungen verschiedener Marktforscher.
Der Marktforscher IDC rechnet damit, dass 2009 die IT-Ausgaben um 2,4 Prozent sinken. Den größten Einbruch gibt es mit einem Minus von mehr als neun Prozent im Hardware-Markt. Dessen Anteil am Gesamtmarkt liegt bei rund 30 Prozent.
Der Marktforscher IDC rechnet damit, dass 2009 die IT-Ausgaben um 2,4 Prozent sinken. Den größten Einbruch gibt es mit einem Minus von mehr als neun Prozent im Hardware-Markt. Dessen Anteil am Gesamtmarkt liegt bei rund 30 Prozent.
Foto: IDC

Die deutsche ITK-Branche leidet unter dem Konjunktureinbruch besonders stark. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sanken im ersten Quartal die Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresvergleich nominal um 4,6 Prozent. Kalender- und saisonbereinigt ergibt sich sogar ein Umsatzrückgang in Höhe von 7,5 Prozent.

Firmen geben kaum Geld für Hardware aus

Auch das Kasseler Marktforschungsunternehmen Techconsult rechnet in diesem Jahr mit sinkenden Umsätzen für deutsche ITK-Hersteller. Es prognostiziert gegenüber dem Vorjahr einen allerdings moderaten Rückgang der IT-Ausgaben von rund 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dem zum Trotz sollen in diesem Jahr immer noch mehr als 72 Milliarden Euro in die Kassen der Software-Hersteller fließen.

Am stärksten trifft es mit einem Minus von 5,4 Prozent den Hardware-Markt. Die Umsätze mit x86-/x64-Systemen sollen um 8,4 Prozent zurückgehen. Als einziges Server-Segment legen die Umsätze mit Blade-Servern im Jahr 2009 zu.

Der Grund: Firmen wollen auch in der Krise den Platz in ihren Rechenzentren besser ausnutzen und Energie sparen. Eine wenn auch geringe Wachstumsrate weisen auch Storage-Lösungen mit einem Plus von 2,4 Prozent auf.