Deutsche Banken verzichten

Keine einheitlichen Händlerentgelte für Girokarte

08. April 2014
Die Banken in Deutschland werden die bislang üblichen einheitlichen Händlerentgelte für elektronische Zahlungen mit der Girokarte, früher EC-Karte, aufgeben.

Dazu haben sich die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft dem Bundeskartellamt gegenüber verpflichtet, wie die Wettbewerbsbehörde am Dienstag mitteilte. Das Kartellamt hatte die bisherige Praxis bei dem mit Abstand führenden Kartenzahlsystem auf dem deutschen Markt als Wettbewerbsbeschränkung kritisiert.

Der Hintergrund: Bislang zahlen Händler in Deutschland für jeden Zahlungsvorgang mit der Giro- oder EC-Karte ein von den Bankverbänden festgelegtes, einheitliches Entgelt an die Bank, die die Karte ausgegeben hat. Es beträgt 0,3 Prozent des jeweiligen Umsatzes, mindestens aber 8 Cent. Für Umsätze an Tankstellen gilt ein verringerter Satz.

Künftig soll nun die Höhe des Entgelts in Verhandlungen zwischen den BankenBanken und den Händlern frei vereinbart werden. Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte: "Ein einheitliches durch die Banken festgelegtes Entgelt beschränkt den Wettbewerb." Dafür gebe es keine Rechtfertigung. Große Handelsketten oder Mineralölkonzerne seien ohnehin schon längst ausgeschert und hätten mit den Banken Rabatte ausgehandelt. Derartige Verhandlungen seien nun auch für kleine Händler möglich. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Banken

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