Arbeitgeberwechsel

Kündigung zwecklos: Chefs bieten mehr Geld

08. Juni 2012
Von Michael Kallus
Knapp ein Drittel aller Beschäftigten lässt sich vom aktuellen Arbeitgeber zum Bleiben bewegen. Ob das klappt, hängt aber vor allem von der Unternehmensgröße ab.
Einige Personalverantwortlichehaben Bedenken, höhere Angebote würden ihre Gehaltsstruktur in Schieflage bringen.
Einige Personalverantwortlichehaben Bedenken, höhere Angebote würden ihre Gehaltsstruktur in Schieflage bringen.
Foto: Joachim Wendler/Fotolia.de

Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber wechseln wollen, lassen sich durchaus von einem verbesserten Gegenangebot umstimmen. Knapp ein Drittel der Gegenangebote bewegt wechselwillige Mitarbeiter dazu, ihre Kündigung zurückzunehmen. Das zeigt eine aktuelle Studie, für die der Personaldienstleister Robert Half rund 1900 Personalmanager weltweit befragt hat. Mittlerweile nutzen Unternehmen dieses Instrument auch verstärkt zur Personalbindung.

Beim Umgang mit Gegenangeboten unterscheiden sich aber kleine und mittlere Unternehmen deutlich von Großunternehmen. Das liegt wohl daran, dass Konzerne mehr Geld zur Verfügung haben und traditionell höhere Gehälter zahlen.

So haben 40 Prozent der Personalverantwortlichen von kleineren und mittleren Unternehmen vor allem Bedenken, höhere Angebote würden ihre Gehaltsstruktur in Schieflage bringen. Diese Sorge teilen laut Studie nur 18 Prozent der befragten Personalmanager aus Großunternehmen.

Entsprechend halten die Personaler großer Unternehmen höhere Angebote durchaus für eine geeignete Antwort: Ein Drittel von ihnen haben keinerlei Bedenken, dem Wechselwilligen ein neues Angebot vorzulegen. Und nur 15 Prozent sind skeptisch, ob mehr Geld überhaupt die Bedenken eines scheidungswilligen Mitarbeiters zerstreuen kann.