Unwissenheit über IT-Assets

Manager kennen Wert der Unternehmens-Software nicht

18. Oktober 2007
Von Nicolas Zeitler
IT- und Finanzvorstände kennen den Wert ihrer Unternehmens-Software oft nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie des Marktforschers Vanson Bourne im Auftrag von Micro Focus. Mehr als zwei Drittel der Befragten haben zudem noch nie versucht zu bestimmen, welchen Beitrag zum Geschäftsergebnis die unternehmenseigenen IT-Assets leisten.
"Kennen Sie den Bestand Ihrer Software-Assets?" fragte Vanson Bourne 250 Manager. Im internationalen Durchschnitt antworteten nur vier von zehn Befragten mit "Ja".
"Kennen Sie den Bestand Ihrer Software-Assets?" fragte Vanson Bourne 250 Manager. Im internationalen Durchschnitt antworteten nur vier von zehn Befragten mit "Ja".
Foto: Micro Focus

Obwohl selbst entwickelte oder eigens ans Unternehmen angepasste Software-Lösungen entscheidend sind für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Marktstellung, herrscht auf vielen Führungsetagen Ahnungslosigkeit über die Software-Assets. Nur vier von zehn Managern kennen demnach den Umfang ihres Software-Bestands. Deutsche Führungskräfte schneiden hier im Vergleich am besten ab. Hierzulande sind fast zwei Drittel (60 Prozent) über die Software-Assets im Bilde. Darauf folgen die USA, wo knapp die Hälfte der Manager über die Bestände informiert ist. Am schlechtesten schneiden die Briten ab, von denen nur etwas mehr als jeder Zehnte den Software-Bestand kennt.

Wie viel ihre Unternehmen jährlich für Software ausgeben, weiß fast ein Drittel (29 Prozent) der Manager nicht. Auch hier schneidet Deutschland vergleichsweise etwas besser ab. Hier wissen drei von vier IT- oder Finanzvorständen über die jährlichen Software-Ausgaben Bescheid. Mit großem Abstand führen in dieser Hinsicht die Amerikaner. In den Vereinigten Staaten kennt nur jeder Zehnte das jährliche Software-Budget nicht. Frankreich schneidet am schlechtesten ab - mit 56 Prozent in dieser Frage uninformierten Managern.

Nicht einmal die Hälfte (48 Prozent) der Befragten hat jemals versucht, den finanziellen Wert der Software-Assets für das Geschäft ihres Unternehmens zu erheben. Die deutschen Manager liegen hier genau im internationalen Durchschnitt. Am besten stehen die USA da, wo 70 Prozent der Führungskräfte diese Größe schon einmal ermittelt haben. Schlusslicht sind die Italiener, von denen sich nur etwas mehr als ein Drittel dieser Frage widmet.

Welchen Beitrag die Software-Assets zum Geschäftsergebnis leisten, versuchen nur 29 Prozent der Befragten zu ermitteln. In FührungFührung liegen hier die US-Amerikaner, von denen knapp die Hälfte (46 Prozent) sich mit dieser Frage beschäftigen. In Deutschland versucht immerhin jeder dritte Manager, diese Größe zu erheben. An letzter Stelle liegen die Studienteilnehmer aus Großbritannien, von denen nur ein Fünftel den Beitrag der Software-Bestände zum Geschäftsergebnis zu messen versucht. Alles zu Führung auf CIO.de