Handelsblatt Jahrestagung

Merck gewinnt den IT Strategy Award 2010

28. Januar 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck hat den diesjährigen IT-Strategie-Preis des Handelsblattes gewonnen. Die Jury lobte die sehr gute Verzahnung von IT und Business bei Merck.

Bei der 16. Handelsblatt-Tagung "Strategisches IT-Management" erhielt das Pharma- und Chemieunternehmen Merck KGaA den diesjährigen IT Strategy Award des Handelsblatts. Merck-CIO Kai Beckmann nahm den Preis für die beste IT-Strategie 2010 entgegen. Im Finale waren außerdem der Werkzeughersteller Hilti Corporation und Sportausrüstungshersteller Amer Sports. 2009 hatte die VW-Tochter Autovision den Award gewonnen.

Von links nach rechts: Juror Michael Neff, CIO bei Heidelberger Druck AG, Award-Gewinner Kai Beckmann, CIO Merck, Juror Jürgen F. Krusch, Leiter Prozess- und IT-Management Deutsche Bank Bauspar AG und Juror Prof. Dr. Walter Brenner, Universität St. Gallen
Von links nach rechts: Juror Michael Neff, CIO bei Heidelberger Druck AG, Award-Gewinner Kai Beckmann, CIO Merck, Juror Jürgen F. Krusch, Leiter Prozess- und IT-Management Deutsche Bank Bauspar AG und Juror Prof. Dr. Walter Brenner, Universität St. Gallen

Die Jurymitglieder lobten den außergewöhnlich hohen Grad der Verbindung und Verzahnung von IT und Business bei Merck. "Das Alignment zwischen IT-Strategie und Business-Strategie war exzellent und im Zeitplan zielgerichtet umgesetzt", sagt Juror Matthias Karlshaus, Leiter IT Steuerung und Prozesse Operations & ProjekteProjekte des Geschäftsbereichs Vermögensverwaltung bei Sal. Oppenheim. Alles zu Projekte auf CIO.de

Merck-Vorstandsvorsitzender Karl-Ludwig Kley sagt zum Alignment: "Unsere strategischen Ziele sind nicht ohne IT-Unterstützung zu erreichen. Denn nur mit einheitlichen Standards, Systemen und Prozessen gelingt uns die Modernisierung und Globalisierung von Merck." IT sei neben HR und strategischer Planung ein Eckpfeiler bei der Entwicklung Mercks zu einem globalen Pharma- und Chemieunternehmen. "Nur wenn ich globale Systeme habe, kann ich globale Prozesse umsetzen", sagt Juror Michael Neff.

Merck-CIO Beckmann führte 2007 den IT-Bereich des Unternehmens durch eine vollständige Reorganisation zu einer Zentralfunktion mit globaler Verantwortung. Ziel war eine weltweite Vereinheitlichung und Optimierung der IT bei Qualität und Kosten. Zu diesem Zweck ließ Kai Beckmann die bestehenden ERP-Systeme integrieren und legte so die Basis für einheitliche Geschäftsprozesse. Die IT-Infrastrukturen zur Verbesserung der Service-Qualität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung wurden konsolidiert. Der Merck-CIO konnte seine Infrastrukturkosten so um jährlich 20 Millionen Euro senken.