Fachkräftemangel

Ratschläge für erfolgreiches Recruiting

02. August 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die eine Firma kann acht von zehn Stellen mit Wunschkandidaten besetzen, die andere nur zwei. Das liegt an der internen Organisation, so eine Aberdeen-Studie.
Aberdeen-Analystin Mollie Lombardi beschäftigt sich mit Human Capital Management.
Aberdeen-Analystin Mollie Lombardi beschäftigt sich mit Human Capital Management.
Foto: Aberdeen

Das Klagelied vom Fachkräftemangel ertönt allerorten. Der US-Marktforscher Aberdeen wollte wissen, warum einige Firmen ihre Wunschkandidaten finden und andere nicht. Antworten darauf gibt die Studie "Assessments 2012", an der rund 200 Unternehmen teilgenommen haben.

Fazit der Analyse: Die richtigen Mitarbeiter zu bekommen ist nicht nur eine Frage von Stellenausschreibung und Auswahlverfahren. Vielmehr findet vor und nach Einstellungen viel Kommunikation zwischen den Abteilungen statt. Es geht um eine übergreifende Organisation von Recruiting.

Die Analysten von Aberdeen haben die Angewohnheit, ihre Studienteilnehmer drei Kategorien zuzuweisen. Die erfolgreichsten 20 Prozent nennen sich "Best in class" (Bic), die am wenigsten erfolgreichen 30 Prozent gelten als "Laggards" (deutsch: Trödler). Dazwischen liegt die Mitte.

Was erfolgreiche Firmen auszeichnet

In diesem Fall heißt das Folgendes: Die Bics konnten für 81 Prozent ihrer Schlüsselpositionen mindestens einen Wunschkandidaten finden. Unter den Laggards gilt das das nur für 21 Prozent der Schlüsselpositionen (Mittelfeld: 41 Prozent). Außerdem schrieben die Bics 81 Prozent ihrer Mitarbeiter bei der vorigen Beurteilung das Etikett "Erwartungen übererfüllt" zu. Bei den Nachzüglern erhalten nur 17 Prozent der Mitarbeiter ein solches Lob (Mitte: 27 Prozent).