Lösungen für Business Intelligence

Schlechte Noten für Software-Hersteller

16. Januar 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Business-Intelligence-Software ist häufig nicht auf die Anforderungen in der Praxis ausgerichtet. Viele Anwenderunternehmen kritisieren die mangelnde Benutzerfreundlichkeit sowie ein Funktionsprofil, das sich nicht an den Bedürfnissen der User orientiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Beratungshauses Actinium Consulting.
Nur ein Fünftel aller Anwender ist mit der eingesetzten BI-Lösung zufrieden. Bemängelt werden lange Implementierungs-Zeiten, zu wenig Integration in vorhandene Anwendungen sowie eine geringe Nutzerfreundlichkeit.
Nur ein Fünftel aller Anwender ist mit der eingesetzten BI-Lösung zufrieden. Bemängelt werden lange Implementierungs-Zeiten, zu wenig Integration in vorhandene Anwendungen sowie eine geringe Nutzerfreundlichkeit.

Knapp die Hälfte der Business-Intelligence-Anwender beurteilt die eingesetzten BI-Werkzeuge äußerst kritisch. Mehr als 30 Prozent geben den Auswertungs-Werkzeugen nur mittelmäßige Noten und 17 Prozent sind komplett unzufrieden.

Hersteller in der Schusslinie

Lediglich ein Fünftel der Befragten hat nichts oder kaum etwas an der eingesetzten BI-Lösung auszusetzen. Ein Drittel der Anwender sind mit ihrer BI-Lösung mit gewissen Abstrichen zufrieden.

Branchenübergreifend üben BI-Anwender deutliche Kritik an den von den Software-Herstellern bereitgestellten BI-Werkzeugen. Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich eine bessere Integrations-Fähigkeit von BI-Software in die vorhandenen Anwendungen sowie schnellere Implementierungszeiten.

Bedarfsgerechte Funktionen gefordert

Für 57 Prozent steht der Wunsch nach mehr Benutzerfreundlichkeit ganz oben und immerhin 46 Prozent wollen, dass Hersteller ihre BI-Software um zusätzliche Funktionalitäten erweitern und sie damit stärker an den Bedürfnissen der Anwender ausrichten.