CIO und CSO im Inteview

Telekom installiert eigene Lockvögelsysteme

10. Juni 2013
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Auf Secutity-Anbieter allein will sich die Telekom nicht verlassen. Sie rollt deswegen eigene Honeypots aus, um Angreifer zu identifizieren. CIO Markus Müller und CSO Thomas Tschersich im Interview.
CIO Markus Müller (links) und CSO Thomas Tschersich.
CIO Markus Müller (links) und CSO Thomas Tschersich.
Foto: Deutsche Telekom

CIO.de: Herr Müller, im Cyber Security Report 2012 hat das Institut für Demoskopie in Allensbach im Auftrag der Telekom herausgefunden, dass deutsche Führungskräfte Datenmissbrauch und Betrug im Internet für gefährlicher halten als Terroranschläge oder auch Inflation . Wie hoch schätzen Sie persönlich die Gefahr ein? Sind Sie schon einmal selbst betrogen worden?

Müller: Ja, und zwar ganz blöd. Ich habe mal einen Rasierapparat bei Ebay gekauft, der nie ankam. Da haben mir meine Kinder dann erklärt: Du musst auf die Sterne beim Verkäufer achten. PhishingPhishing oder Ähnliches habe ich aber noch nicht erlebt. Alles zu Phishing auf CIO.de

Und wie hoch schätzen Sie die Gefahr für Telekom-Mitarbeiter ein?

Müller: Einem Kollegen wurde mal die Kreditkarte in einem spanischen Restaurant kopiert. Bei dem tauchten dann bald danach Abbuchungen aus Russland auf. Aber ansonsten? Das, worauf Sie als CIO besonders geschult werden, das kommt einem hier selten unter.

Tschersich: Naja, im Abuse-Team schreiben wir jeden Monat 25.000 Briefe an Endkunden: "Sie haben da einen Trojaner oder Virus auf ihrem Rechner." Und wir sehen natürlich auch jede Menge Angriffe auf Großkunden. Man meint ja manchmal, das Thema Sicherheit sei nur ein Medienhype, aber das ist mitnichten so. Schauen Sie mal www.sicherheitstacho.eu an. Da sehen Sie deutlich, aus welchen Ländern eine reale Bedrohung kommt.

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