Hilfe durch Upgrade-Simulation

Ungeliebte SAP-Updates

25. April 2013
Von Lars Hinrichsen
SAP-Systeme aktualisieren gehört zu den ungeliebten Aufgaben. Bleiben Updates jedoch länger liegen, müssen sich IT-Mitarbeiter auf einmal durch tausende Seiten Dokumentationen wühlen. Dieser teure Weg ließe sich vermeiden, sagt Lars Hinrichsen von Steria Mummert Consulting. Seine Formel lautet: Simulieren statt studieren.
Lars Hinrichsen ist Senior Manager im Bereich Test Management & Quality Assurance bei Steria Mummert Consulting.
Lars Hinrichsen ist Senior Manager im Bereich Test Management & Quality Assurance bei Steria Mummert Consulting.
Foto: Steria Mummert Consulting

Unternehmen kommen mit der Aktualisierung ihrer Firmensoftware nicht hinterher. Gesetzliche Vorschriften ändern sich immer häufiger und Anbieter wie SAPSAP haben ihre Entwicklungsstrategie umgestellt. Sie führen Modernisierungen seit geraumer Zeit in kleineren Dosierungen durch - viele kleine Updates statt ein großes. Alles zu SAP auf CIO.de

Eigentlich eine gute Sache. Doch Unternehmen ohne wirtschaftlichen Druck neigen dazu, unkritische Updates auf die "längere" Bank zu schieben. Damit ist der positive Effekt handlicher Erweiterungspakete dahin. Für Unternehmen, in denen fehlende SAP-Updates nicht sofort die Geschäfte lahmlegen, haben andere ProjekteProjekte häufig Vorfahrt. Alles zu Projekte auf CIO.de

Typische Aufschiebe-Kandidaten sind zum Beispiel mittelständische Industrieunternehmen sowie der stationäre HandelHandel. Dort stehen die Produktion und die Versorgung mit Gütern im Fokus. IT-gestützte Verwaltung und Organisation sind Erfüllungsgehilfen und nicht wertschöpfend. Stehen die verantwortlichen Manager vor der Wahl, jetzt eine neue Maschine anzuschaffen oder ein SAP-Servicepaket einzuspielen, werden sie die Investition in das Kerngeschäft vorziehen. Top-Firmen der Branche Handel

Deshalb leisten es sich Produzenten und Händler auch häufiger, kleinere Softwareaktualisierungen an ihren SAP-Systemen nicht sofort durchzuführen. Finanzdienstleister und Energieversorger können sich diesen Luxus dagegen nicht erlauben. Ihre Geschäfte laufen nur, wenn die SAP-Systeme ständig aktuell sind. Versicherer würden beispielsweise schnell Gefahr laufen, eine Lebensversicherung nicht korrekt auszuzahlen, nur weil sich Parameter in der Abrechnungssoftware verändert haben.