Neue Fachkräfte schnell und strukturiert einarbeiten

Unternehmen vergeuden Produktivität neuer Mitarbeiter

24. März 2009
Von Nicolas Zeitler
Neue Mitarbeiter sollten nach standardisierten Prozessen ins Unternehmen eingeführt werden. Das kann ihren Einsatzwillen um bis zu ein Drittel erhöhen. Und für die Unternehmen wird die Einarbeitung durch Standardisierung billiger.

Neueinsteiger bleiben länger, wenn sie der Arbeitgeber strukturiert einarbeitet und sie mit der Firmenkultur schnell vertraut macht. Erfolgreiche Unternehmen erhöhten damit gegenüber dem vergangenem Jahr um fast ein Drittel die Zahl derer, die dem Unternehmen treu bleiben. In gleichem Maß stieg der Leistungswille der neu Eingestellten. Das geht aus einer Befragung der Aberdeen Group unter 600 Personalverantwortlichen hervor. Als weitere Maßzahlen für ein erfolgreiches "On-Boarding" zogen die Marktforscher die Kosten für die Einarbeitung heran, außerdem die Zeit, bis ein neuer Mitarbeiter produktiv arbeitet. Die Kosten gingen um zwölf Prozent zurück, die Anlernzeit um fast ein Viertel.

Solche Erfolge konnte allerdings nur das obere Fünftel der untersuchten Firmen für sich verbuchen. Im Mittelfeld, zu dem die Marktforscher die Hälfte der Unternehmen zählen, lagen die Werte deutlich darunter. Um jeweils fünf Prozent stiegen binnen Jahresfrist die Mitarbeiter-Treue und ihr Engagement, um vier Prozent sank die Zeit bis zum produktiven Arbeiten. Die Kosten für die Eingliederung blieben gleich.

Die übrigen 30 Prozent der Firmen schafften es dagegen nicht, Nutzen aus ihren Anlern-Programmen zu ziehen. Bei ihnen gingen Firmentreue und Einsatzwillen sogar zurück, dagegen verlängerte sich die Zeit, bis ein neuer Mitarbeiter produktive Arbeit leistete, die Kosten für die Eingliederung Neuer stiegen.

Um das Engagement der neuen Mitarbeiter zu messen, zogen die Marktforscher Zufriedenheitsumfragen und die Erfolgsrate bei persönlichen Zielvereinbarungen heran.

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