Gartner-Tipps für "grüne" Rechenzentren

Viele CIOs können Energie-Effizienz nicht messen

13. Oktober 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwei von drei CIOs wollen die Energie-Effizienz ihres Data Centers verbessern. Gleichzeitig erklären 48 Prozent, sich noch nie mit entsprechenden Metriken beschäftigt zu haben. Die Analysten von Gartner wissen Rat.

In Sachen energie-effiziente Rechenzentren stehen die Zeichen nur scheinbar auf grün. Zwar erklären 68 Prozent der CIOs, das Thema angehen zu wollen. Auf die Frage, wie Energie-Effizienz zu messen sei, machen jedoch 48 Prozent große Augen. Metriken? Nein, damit hätten sie sich noch nicht beschäftigt.

Das berichtet Rakesh Kumar, Research Vice President beim Marktforscher Gartner. Er bezieht sich auf eine Umfrage unter 130 Entscheidern sowie auf persönliche Gespräche, die er geführt hat. Kumars Fazit: Messung und Monitoring der Energieverbrauchs von Rechenzentren werden bis 2011 im jetzigen unreifen Stadium feststecken.

Darüber hinaus stellt Kumar fest, dass sich IT-Chefs bei der Beschaffung wenig Gedanken um die Umweltverträglichkeit von Produkten machen. Bei der Wahl von Herstellern und Lieferanten spielten "grüne" Kriterien kaum eine Rolle, so der Analyst.

Statt dessen stehen in der wirtschaftlich angespannten Situation KonsolidierungKonsolidierung, Rationalisierung und VirtualisierungVirtualisierung ganz oben auf der Liste. Was Kumar prinzipiell nicht falsch findet - Virtualisierung ist ja auch eine "grüne" Technologie. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de