Citrix: unter 100 Dollar

Virtuelle Desktops billiger als physische

07. November 2011
Von Hartmut  Wiehr
Der neue Zero-Client soll weniger als 100 Dollar kosten, sagt zumindest Citrix. Ein neues "System-on-a-Chip" mit dem Namen HDX soll es möglich machen.
Virtualisierungsanbieter Citrix holt gegenüber VMware auf. Besonders bei Desktop-Virtualisierung kann Citrix Erfolge verbuchen.
Virtualisierungsanbieter Citrix holt gegenüber VMware auf. Besonders bei Desktop-Virtualisierung kann Citrix Erfolge verbuchen.
Foto: Citrix

Auf der Konferenz "Citrix Synergy" in Barcelona kündigte der Virtualisierungs-Anbieter Ende Oktober eine neue Generation von virtuellen Desktops an, die weniger als ihre physischen Vorläufer kosten sollen. Das "Zero-Client"-Gerät soll für weniger als 100 Dollar zu haben sein, sagte Wes Wasson, Marketing-Chef von Citrix.

Laut Wasson ist es gelungen, die Herstellungskosten für solche Geräte drastisch zu senken. Möglich sei dies vor allem durch ein neues "System-on-a-Chip" mit Namen HDX, dessen Design von Citrix entwickelt wurde. HDX wird von Texas Instruments produziert und in Geräten von NComputing und anderen Herstellern verbaut.

Der Referenz-Chip kann in verschiedenen Geräten verwendet werden, von Zero-Client-Boxen in der Größe von Zigarettenpackungen bis zu Monitoren, Tastaturen oder Set-Top-Boxen für Fernseher. Einen Teil solcher kleinen Geräte könnte man zum Beispiel in Krankenhäusern auf Rollwägen einsetzen, die für Diagnoseaufgaben von Zimmer zu Zimmer geschoben werden. Sie eignen sich auch für Überwachungsaufgaben in Fabrikhallen.

HDX-Chip ersetzt teure Chips

Der HDX-Chip soll andere, teuere Chips ersetzen, die normalerweise auf Motherboards implementiert sind. Und er soll speziell für virtuelle Desktop-Umgebungen optimiert sein, besonders was Performance und Bandbreite der Datenübertragung angeht.

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