"Zu sehr mit Sexiness der IT befasst"

Was der CFO über den CIO denkt

18. Januar 2012
Von Kolja Kröger
Die Hälfte der Finanzchefs ist zufrieden mit der Kommunikation mit dem CIO. Doch CFOs äußern auch Kritik: Noch immer seien IT-Chefs zu wenig businessorientiert.

Die gute Nachricht ist: Zwischen CIO und CFO ist die Kommunikation besser als manch einer erwartet. 42 Prozent der Finanzchefs mittelständischer Firmen bezeichneten in einer Umfrage von Beratungsfirma Tatum und unserer Schwesterpublikation CFOworld.com die Verständigung mit ihren IT-Chefs als gut, und weitere sieben Prozent lobten sie gar als sehr gut. Zählt man diese Zahlen zusammen, sind das fast doppelt so viele wie die 27 Prozent, die von einer schlechten oder sehr schlechten Kommunikation reden. 105 CFOs wurden befragt.

Hapert es an der Verständigung, dann liegt es oft daran: Beide Seiten reden aneinander vorbei. CIOs richten ihren Ziele nicht an den Zielen des Business aus, beklagten 63 Prozent. Ein Teilnehmer der Umfrage kommentierte: "CFOs haben die harten Zahlen, die Kosten im Blick. Die IT hingegen ist manchmal viel zu sehr mit der "sexiness" der Technik beschäftigt. Nicht immer, aber manchmal."

"CIOs haben keine Ahnung"

Etwa ein Drittel bemängelte, die Struktur der IT befruchte die Kommunikation nicht - was eigentlich eine ihrer Kernaufgaben sei. Oft genug verstehen die Finanzchefs die Computer-Experten einfach nicht. 31 Prozent gaben an, die Leute aus der IT seien im Gespräch mit anderen zu techniklastig.

"CIOs kommen nicht aus der Welt des Business und verstehen sie deswegen nicht", schrieben einige Teilnehmer ins Kommentarfeld der Umfrage. Einfacher formuliert: "CIOs haben keine Ahnung", wie ein CFO es ausdrückte.