Arbeitgeberranking

Wo Informatik-Studenten arbeiten möchten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Google, Microsoft und Apple sind die beliebtesten Arbeitgeber. Und hohe Gehälter sind allen Studierenden sehr wichtig, so eine Studie von Universum Communications.

Wer IT studiert, sucht sich einen Job in der Branche. So lässt sich das Arbeitgeberranking 2015 des von Universum Communications lesen, ein Berater für Employer Branding. Unter den fünf beliebtesten künftigen Arbeitgebern der IT-Studierenden sind vier IT-Unternehmen: GoogleGoogle, MicrosoftMicrosoft und AppleApple an der Spitze sowie SAPSAP auf Rang fünf. Zwischen den Konzern aus Walldorf und die Top Drei schiebt sich nur AudiAudi. Top-500-Firmenprofil für Audi Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Vor wenigen Monaten hatte Universum bereits Young Professionals befragt, also Nachwuchs-Informatiker, die bereits im Arbeitsleben stehen. Ihre Prioritäten weichen leicht von denen der Noch-Studenten ab. So konnten sich bei den Young Professionals mit BMWBMW und PorschePorsche zwei weitere Autobauer unter den Top Fünf platzieren. Dafür sind bei ihnen Apple und SAP nicht vertreten. Top-500-Firmenprofil für BMW Top-500-Firmenprofil für Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Auch BWLer mögen Google

Zurück zum aktuellen Report. Die Berater haben insgesamt knapp 35.000 Studierende folgender Fachrichtungen befragt: Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Informatik. Der bei den IT-lern favorisierte Arbeitgeber Google taucht bei den Wirtschaftswissenschaftlern an vierter Stelle auf, bei den Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zählt das Unternehmen nicht zu den Top Five. Insgesamt dominieren bei den Studierenden die AutobauerAutobauer mit Audi, BMW, DaimlerDaimler, Porsche und VolkswagenVolkswagen. Top-500-Firmenprofil für Daimler Top-500-Firmenprofil für Volkswagen Top-Firmen der Branche Automobil

Bei der Frage nach den Kriterien, die einen Arbeitgeber attraktiv machen, differenzieren die Umfrage-Autoren nicht nach Studienrichtung. Die jungen Leute achten demnach vor allem auf Materielles: Ein gutes Grundgehalt steht auf Rang 1 der Nennungen, ein hohes Einkommen in der Zukunft auf Platz 3. Dazwischen platziert sich der Faktor "ein freundliches Arbeitsumfeld". Für wenig relevant halten die Studierenden Fragen von Minderheitenschutz und Förderung der Gleichberechtigung.

Work-Life-Balance und sicherer Job

Die oft zitierte Sinnsuche der Generation YGeneration Y zeigt sich in der Frage nach der eigenen KarriereKarriere jedenfalls in dieser Studie nicht. Wichtigstes Ziel der Studierenden ist demnach eine gute Work-Life-Balance, das zweitwichtigste ein sicherer und beständiger Job. Alles zu Generation Y auf CIO.de Alles zu Karriere auf CIO.de

Erst an dritter Stelle nennen die Befragten intellektuelle Herausforderungen. Eine leitende Position zu übernehmen, steht auf Rang vier und das Ziel, unternehmerisch oder innovativ beziehungsweise kreativ tätig zu sein, nur auf Rang fünf.

Dass die Work-Life-Balance in der beruflichen Lebensplanung ganz oben steht, beobachten die Berater nach eigenen Worten schon seit einigen Jahren. Sie wollten wissen, was die Studierenden damit verbinden. Die Befragten nennen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie wiederum ein gutes Arbeitsklima und finanzielle Stabilität.

Betriebliche Altersvorsorge gewünscht

Auch widersprechen die Befragungsergebnisse der Vorstellung von einer jungen Generation, die vor allem im "Hier und Jetzt" lebt und nicht an später denkt: Die betriebliche Altersvorsorge steht auf Rang Eins der Zusatzleistungen. Es folgen Weiterbildungsmöglichkeiten und der Firmenwagen.

Ein anderes Stereotyp über die Generation Y bestätigt die Studie jedoch, und zwar in puncto Feedback. Eine gute Führungskraft kümmert sich nach Angaben der Befragten darum, die Mitarbeiter zu fördern, kommuniziert offen und gibt Feedback. Weiter heißt gute FührungFührung, die Visionen und Werte des Unternehmens glaubwürdig zu vermitteln. Universum-Deutschlandchef Stefan Lake kommentiert, die jungen Leute bestünden auf regelmäßigem Feedback. "Führungskräfte müssen in diesem Punkt umdenken", sagt Lake, "die Zeiten, in denen Jahresgespräche ausreichend waren, sind vorbei." Alles zu Führung auf CIO.de

Arbeitgeber wird sich bei Facebook angeschaut

Noch ein Klischee bestätigt sich: FacebookFacebook ist für die Studierenden der meistgenutzte Kanal zur Information über potenzielle Arbeitgeber. Auch darüber hinaus bleiben sie online: Digitale Jobbörsen, Unternehmens-Websites und allgemeine Karriere-Portale sind weitere Informationsquellen, die sie nutzen. Alles zu Facebook auf CIO.de

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