Unified Infrastructure

Thesen zum Rechenzentrum der Zukunft

28.02.2013, von

Analysten von Freeform Dynamics sehen in der Virtualisierung den Schlüssel für eine integrierte Cloud- und On-Premise-Welt.

So bewerten die Anwender momentan die Performance im Rechenzentrum.Vergrößern
So bewerten die Anwender momentan die Performance im Rechenzentrum.
Foto: Freeform Dynamics

Altbundeskanzler Helmut Schmidt ist in seiner weisen Betagtheit populär wie nie in der Republik und bekannt auch für ein Bonmot: Wer an Visionen leide, möge zum Arzt gehen. Die Analysten von Freeform Dynamics hingegen sind überzeugt von der Kraft von Visionen – insbesondere für das Rechenzentrum. In einer neuen Studie, die auf einer Befragung von 481 Unternehmen basiert, entwerfen sie eine Vorstellung vom bestmöglichen Data Center. CIOs können anhand des Schemas überprüfen, ob sie in dieser Hinsicht zu den Machern, Träumern oder Traditionalisten zählen.

Ausgangspunkt der Untersuchung ist der Verdruss, den das Rechenzentrum aus IT-Sicht verursacht. "Der vielleicht bezeichnendste Sachverhalt einer typischen Data Center-Umwelt von heute ist ein Mangel an Flexibilität und Ansprechbarkeit", diagnostiziert Analyst Dale Vile. Irgendetwas fehlt demnach immer, Zeit und Geld für notwendige Software- und Hardware-Implementierungen zum Beispiel. Hinzu kommen die organisatorischen Reibungsverluste, die durch die Aufgabenverteilung an diverse Teams aus Spezialisten für Server, Storage, Netzwerke, Sicherheit und Applikationen entstehen.

Derlei Friktionen seien auf Dauer nicht nachhaltig, so Freeform Dynamics. Zwar gebe es seit einigen Jahren vielversprechende Technologien und hochwirksame Best Practices, um die Probleme zu lösen. "Diese erfordern aber oft einen neuen Denkansatz über das Rechenzentrum und sogar einen anderen Weg, die für IT-Operationen verantwortlichen Teams zu organisieren", schreibt Vile.

Gefahr noch größerer Fragmentierung

Die ganz simple Weg funktioniert laut Freeform Dynamics wie so oft nicht: das komplette Auslagern der IT-Services in die Public Cloud. "Die Wahrheit ist, dass frühe Experimente mit cloud-basierten Services die Gefahr einer noch größeren Fragmentierung aufgezeigt haben", so Vile weiter. Unrealistisch sei die Annahme, dass ein einzelner Provider alle eigenen Anforderungen an Infrastruktur, Plattform und Anwendungen erfüllen könne. Weil Standards für Interoperabilität und Migration von Cloud Services erst rudimentär entwickelt seien, lande man als Anwender allzu schnell in einer Wüstenei aus Service-Silos.

Weitere Inhalte zu:
Freeform Dynamics, Rechenzentrum, Cloud Computing, Unified Infrastructure, IT-Betrieb
Newsletter von CIO.de
CIO-Netzwerk
CIO Exklusiv
CIO Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
IT Security
Stellenmarkt
Mobile IT
Healthcare IT
Public IT
Retail IT
Finance Forum
IT-Berater
Cloud Computing
SAP
Whitepaper
Worldnews

UMFRAGE
Bringen CIOs besonders gute Voraussetzungen mit, um öffentliche IT-Großprojekte zu leiten?
Ja, auf jeden Fall
Ja, wenn sie ihre Führungs-Skills erweitern
Nein, es fehlt ihnen an Leadership-Kompetenzen
Nein, sie würden an den politischen Zwängen scheitern
Nein, auf keinen Fall
» Abstimmen

SERVICE