Arbeitgeber tolerant

15 Minuten Fußball am Arbeitsplatz

22. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Bis zu bis 70 Prozent der Chefs sind einverstanden, wenn Mitarbeiter kleine Teile der Arbeitszeit mit der Fußball-WM verbringen. Das ergab eine Unfrage der Universität Hohenheim.

Mit der Fußballweltmeisterschaft beschäftigen sich die Deutschen nicht nur auf dem Sofa oder beim Public Viewing, sondern auch auf dem Bürostuhl. Eine Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass über 50 Prozent der Arbeitnehmer planen, bis zu 15 Minuten täglich mit WM-Themen am Arbeitsplatz zu verbringen.

In der Viertelstunde wollen die Befragten etwa Radio hören, Tipp-Gemeinschaften unter Kollegen bilden und Spiel-Ergebnisse im Internet abrufen. 76,1 Prozent von ihnen planen nicht, die verlorene Arbeitszeit nachzuarbeiten.

Die Experten der Universität Hohenheim haben nachgerechnet und kommen zu folgendem Ergebnis: "Sollten sich unsere Befragungswerte als realistisch herausstellen, würden 0,27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verloren gehen", sagt Marketing-Professor Markus Voeth.

Die Studie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass Arbeitgeber in Deutschland während der WM toleranter sind, als man vielleicht vermuten könnte. 60 bis 70 Prozent der Chefs haben nichts dagegen, wenn die Mitarbeiter kleine Teile ihrer Arbeitszeit nutzen, um WM-Ergebnisse im Internet abzurufen oder das Radio einzuschalten.

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