Gartner-Ratschläge

3 Praxis-Anwendungen für Social Media

02. Dezember 2011
Von Kolja Kröger
Social Media ist mehr als Facebook, Twitter und LinkedIn. Die Technologie ist zweitrangig, sagt Gartner. Wichtig ist, was man mit ihr erreichen will.
Das Wir ist das Ziel. Bei Social Media dreht es sich nicht um die Technologie, sondern um das gemeinsame Arbeiten.
Das Wir ist das Ziel. Bei Social Media dreht es sich nicht um die Technologie, sondern um das gemeinsame Arbeiten.
Foto: iQoncept/Fotolia

"Wenn Leute über Social MediaSocial Media reden, drehen sie bei dem Hype völlig durch", meinte David M. Coyle, Research Vice President bei Gartner, jüngst in einem Online-Vortrag des amerikanischen IT-Analystenhauses: Was man nicht alles mit Social Coupons machen kann, und was mit TwitterTwitter oder FacebookFacebook. Aber wer sich bei Social Media in das Wort "Media" verbeiße, also in die Technologie, der verpasse die riesige Chance für das Business, die der Trend mit sich bringt. Denn das entscheidende Wort sei "Social". Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Social Media auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Collaboration und Innovation

Das Arbeiten miteinander ("collaboration") auf neue Beine zu stellen, darum gehe es vor allen Dingen bei Social Media im Unternehmens-Einsatz. Drei Felder grenzt Coyle ein, in denen die neuen Collaboration-Formen die Kommunikation mithilfe Microblogs, Communities, Chats oder Wissens-Speichern verbessern können.

  • 1. Ein besserer Draht zwischen Business und IT: "Lassen Sie den End User entscheiden, wie er mit der IT kommunizieren will", sagt Doyle. Die wöchentliche IT-Rundmail lese doch eh keiner. Wo lahmt das System, welche neuen Releases kommen und wo stehen die Projekte? Die meisten betrifft das alles gar nicht. Ein dynamischer Zugang müsse her, wie eine Online-Pinnwand, die stets aktuell ist. Auf der Pinnwand suchen User Infos, filtern die Datenflut filtern und können Feedback geben. Wie wäre es mit Twitter-Accounts, damit die User den IT-Services folgen können, die sie interessieren - und die IT-Kollegen wissen, das ihnen da draußen jemand zuhört?

  • 2. Innovation dank Support durch User: Das verspricht für Doyle den größten Nutzen. Denn so läuft IT-Support in mehr als 80 Prozent der Fällen ab: Fred wandert zu Mary ins Büro und fragt sie, wie er im neuen CRM-Tool den Stapel-Import hinbekommt. Mit etwas Glück kennt sie die Antwort. Mit einem Community-Tool könnte Fred sein Problem stattdessen posten. Irgendjemand da draußen in der Firma, vielleicht jenseits des Antlantiks, kennt die Antwort. Das langfristige Ziel aber ist: Die User helfen sich gegenseitig, Technologien so zu nutzen, wie nie zuvor. Das setzt Innovations-Energien für das ganze Unternehmen frei.

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