Performance-Explosion durch In-Memory

42 Sekunden statt 75 Minuten

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Antwort bei Datenabfragen ist bei In-Memory-Anwendern 107mal so schnell auf dem Schirm, wie beim Rest. Das hat Aberdeen in einer Studie ermittelt. Die Technologie sei ein wichtiges Element ist der Erfolgsstrategie der Firmen mit herausragender Datenanalyse-Leistung.
Die Klassenbesten leiden am stärksten unter der Datenflut - und profitieren von diesem Handlungsdruck.
Die Klassenbesten leiden am stärksten unter der Datenflut - und profitieren von diesem Handlungsdruck.
Foto: Aberdeen Group

In-Memory Computing ist ein Thema, das CIOs schnell fasziniert – oft im Gegensatz zu Big Data. Dabei sind die beiden verschwistert, vielleicht sogar nur zwei Gestalten eines Phänomen: Big Data die unscheinbare Raupe, In-Memory Computing der schillernde Schmetterling. Hält die Technologie aber, was sie verspricht? Aber ja, sagt eine Studie von Aberdeen.

Wie Aberdeen-Analyst Nathaniel Rowe deutlich macht, bringt In-Memory Computing den Anwendern frappierende Performance-Vorteile, die von höchstem geschäftlichem Nutzen sind. Basis dieser Erkenntnis sind mehrere Aberdeen-Erhebungen, wichtigster Ausgangspunkt darunter ist eine Big Data-Studie vom Jahresbeginn. Um die schiere Zauberkraft von In-Memory zu erahnen, muss man dabei erst einmal einen zirkelschlussartigen Gedanken verstehen.

Aberdeen unterscheidet wie stets zwischen Klassenbesten, Durchschnitt und Hinterbänklern. Die Klassenbesten – in der raschen Nutzbarmachung hochwertiger Daten für geschäftliche Zwecke führende Firmen – leiden zu 76 Prozent an einem Problem, das nicht einmal für jeden vierten Nachzügler relevant ist: ein als zu schnell erlebtes Wachstum der Mengen zu verarbeitender Daten.

Zauberhaft und zirkelartig erscheint nun, dass diese Unbill in Wahrheit ein echter Segen zu sein scheint: ein Problem, dass zu seiner Lösung zwingt und dadurch automatisch auf eine höhere Performance-Stufe führt. Mit einigen Zahlen unterfüttert beschreibt Rowe nämlich folgendes Phänomen: Die Klassenbesten leiden unter der Daten so arg, dass Echtzeit-Datenanalyse quasi unumgänglich wird; deshalb kommt dort verstärkt In-Memory Computing zum Einsatz, was neben der Lösung des eigentlichen Problems eine Reihe weiterer Vorzüge mit sich bringt.

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