Von 1G bis 5G

Alle 10 Jahre eine neue Generation im Mobilfunk

20. Februar 2014
Der öffentliche Mobilfunk in Deutschland ist älter als ein halbes Jahrhundert. Inzwischen gibt es etwa alle zehn Jahre eine neue technische Generation, die mit einer Ziffer und dem Buchstaben G bezeichnet wird. In der Branche werden bislang vier Generationen unterschieden.

1G: analoge Sprachübertragung, A-Netz (1958), B-Netz (1972) und C-Netz (1986)

2G: digitale Sprachübertragung im D-Netz (1992) mit dem GSM-Standard, die Übertragung erfolgt leitungsvermittelt, Bandbreite: 9,6 oder 14,4 KBit/sec

2.5G: GPRS (2001), digitale Datenübertragung, die paketvermittelte Technik ereicht mit der Bündelung von mehreren GSM-Kanälen höhere Bandbreiten, meist bis 55 KBit/sec

2.75G: EDGE (2006) - Weiterentwicklung von GSM durch Nutzung eines effizienteren Modulationsverfahrens, Bandbreite: meist bis zu 150 KBit/sec

3G: UMTS (2004) - Dieser Mobilfunkstandard ermöglicht durch eine neue Funkzugriffstechnik das gleichzeitige Senden und Empfangen mehrerer Datenströme, Bandbreite: zunächst bis 384 KBit/sec

3.5G: HSPA (2006): Erweiterung von UMTS mit Bandbreiten bis zu 42 MBit/sec

4G: LTE (2010): Dieser Standard setzt auf der UMTS-Infrastruktur auf und wird mitunter auch als 3.9G bezeichnet, für Privatkunden wird meist eine Bandbreite bis zu 50 MBit/sec angeboten. Diese wird in der Praxis allerdings kaum erreicht, da sich meist viele Nutzer die verfügbare Bandbreite innerhalb des in einer Funkzelle abgedeckten Gebiets teilen müssen. Technisch und unter idealen Bedingungen sind sehr viel höhere Geschwindigkeiten möglich. LTE-A (LTE-Advanced) gehört mit Bandbreiten von mehreren 100 MBit/sec ebenfalls noch zur 4. Generation.

5G: für etwa 2020 erwartete Mobilfunkgeneration - zur Zeit wird in mehreren Ländern an einer solchen 4G-Nachfolgetechnik geforscht. (dpa/rs)

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