Finance IT


EFMA-Studie 2012

Banken: Mobile wichtiger als Basel III

14. Dezember 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Deutschen Banken ist der wachsende Kundenbedarf an mobilen Kanälen wichtiger als die Compliance-Vorgaben nach Basel. Nicht einigen können sie sich in puncto Big Data: Rund jeder vierte Entscheider sieht das als Priorität - ebenso viele haben das Thema nicht auf der Agenda. Das geht aus einer Studie von EFMA und Fico hervor.
Die Banken in Deutschland, Östereich und der Schweiz sind sich nicht einig in der Frage, was 2013 am Wichtigsten wird.
Die Banken in Deutschland, Östereich und der Schweiz sind sich nicht einig in der Frage, was 2013 am Wichtigsten wird.
Foto: Efma/FICO

Die Finanzkrise drückt die Stimmung in BankenBanken noch immer, schreibt Patrick Desmarès, Generalsekretär des Banker-Netzwerks EFMA (European Financial Marketing Association). Dieses hat gemeinsam mit dem Anbieter Fico die Studie "European credit risk outlook" herausgegeben. Daran haben sich 70 Entscheider aus 55 europäischen Banken beteiligt. Top-Firmen der Branche Banken

Es geht unter anderem um die Prioritäten der Banken für das kommende Jahr. In einem Punkt sind sich alle Geldinstitute einig: am wichtigsten ist eine Steigerung der Kapitalrendite.

Das gilt auch im deutschsprachigen Raum. In anderen Fragen sind die Meinungen geteilt. Die Bank-Manager konnten eine Bewertung nach "Top Priority", "Priority", "Business as usual" und "Not a focus" vornehmen. Mehr als sieben von zehn Befragten räumen folgenden Punkten (einfache) Priorität ein: der steigenden Nutzung mobiler Kanäle durch die Kunden, der wachsenden Kreditvergabe an Konsumenten und dem abteilungsübergreifenden Schutz vor Betrug.

In Sachen Basel gehen die Ansichten auseinander. Immerhin hält rund jeder Zweite diese Compliance-Vorgaben für eine Top- oder eine einfache Priorität. Gleichzeitig erklärt die andere Hälfte, hier werde im kommenden Jahr Business as usual praktiziert.