Datendienste für Mitarbeiter wichtiger als Telefonieren

Business-Handy-Trend: Mehrere Anwendungen parallel ausführen

07. Mai 2009
Von Nicolas Zeitler
Datendienste wie Push Mail, Instant Messaging oder Firmenanwendungen sind für geschäftliche Handy-Nutzer mittlerweile am wichtigsten. Geräte, bei denen das Telefonieren im Vordergrund steht, verlieren große Marktanteile. Dagegen gewinnen neben den Blackberry-Modellen Geräte wie das Google-Handy G1.

Umfangreiche Datendienste gehören für Geschäftsanwender auf ihrem Mobiltelefon mittlerweile zu den wichtigsten Merkmalen. Sie wollen auf ihren SmartphonesSmartphones Zugriff zu Social Networking haben, im Internet surfen und Kontakte oder Termine im Personal Information Manager (PIM) verwalten. Das spiegelt sich auf dem Markt wider: Auf Datenaustausch ausgelegte Geräte waren im letzten Quartal 2008 um 94 Prozent weiter verbreitet als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank die Zahl der sprachzentrierten Handys um 21 Prozent, wie die Marktforscher von IDC berichten. Alles zu Smartphones auf CIO.de

In den Firmen lösen die wegen ihrer vielen in einem Gehäuse verbundenen Funktionen auch als "Converged Devices" bezeichneten Smartphones die älteren "Feature Phones", die mit geschlossenen Betriebssystemen ausgestattet sind, nach und nach ab. Die neueren Kommunikationsgeräte sind mit Hochleistungs-Betriebssystemen versehen, auf denen unterschiedlichste Anwendungen laufen.

"Der Markt entwickelt sich hin zu Betriebssystemen, die Anwendungen von Dritten zulassen", sagt Francisco Jeronimo, einer der Autoren der IDC-Studie "European Quarterly Mobile Phone Tracker". Eine wesentliche Eigenschaft der neuen Handy-Betriebssysteme ist, dass sie mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführen können. Die Betriebssysteme werden nach Beobachtung von Jeronimo immer billiger und damit für Firmen erschwinglicher.

Der Absatz von Smartphones in Westeuropa war denn auch trotz Wirtschaftskrise im vierten Quartal 2008 stark. IDC registrierte den Verkauf von 9,3 Millionen Geräten - eine Steigerung um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als 7,4 Millionen Einheiten ausgeliefert wurden.