IT Excellence Benchmark


IT Excellence Benchmark 2009

Communities gibt es nur im echten Leben

24. September 2009
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Erste Drei-Jahres-Vergleiche möglich

Für Krcmar ergeben sich aus der Mehrfachteilnahme besonders wertvolle Daten, weil sie über einen längeren Zeitraum Aussagen über die Qualität der IT und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erbringen: "Zum ersten Mal erlauben uns die Daten nun Längsschnittsvergleiche über drei Jahre. Dabei stellte sich heraus, dass die Umfrage bei den Mehrfachteilnehmern eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Sie setzt Energie frei für gezielte Verbesserungen, die sich aus der Analyse der Umfrageergebnisse ergeben."

Das sieht auch Brigitte Walter so, die im Vorstand der Münchner Real I.S. AG sitzt. "Wir werden uns sicher häufiger beteiligen, da wir nur so tatsächliche Veränderungen messen können", erläutert Walter, die mit ihrer Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement als bestes Mittelstandsunternehmen ausgezeichnet wurde. Ob dies jährlich oder vielleicht auch in größeren Abständen der Fall sein wird, sei noch nicht abzuschätzen. Aber Brigitte Walter gibt zu bedenken, dass "bei zu kurz aufeinanderfolgenden Befragungen ein Abnutzungseffekt eintritt".

Uta Hahn, Geschäftsführerin des Beratungshauses bgm, bei der Präsentation der ITEB-Ergebnisse.
Uta Hahn, Geschäftsführerin des Beratungshauses bgm, bei der Präsentation der ITEB-Ergebnisse.

Inge Hanschke ist zufrieden, obwohl sie ihre Mitarbeiter erst einmal befragt hat und folgerichtig auf fortlaufende Erkenntnisse verzichten muss. Hanschke hat als Geschäftsführerin des Software- und Beratungshauses Iteratec GmbH aus Unterhaching beim IT Excellence Award 2009 den Preis für das beste IT-Unternehmen eingeheimst. "Durch die Umfrage haben wir Aussagen über die Zufriedenheit der Mitarbeiter über die interne IT erhalten", resümiert die Managerin, die auch für die IT zuständig ist. „Daraus können wir Ansatzpunkte für Optimierungen ableiten." Die IT-Infrastruktur sei sehr komplex, erläutert Inge Hanschke. "Insofern ist uns das Feedback unserer Mitarbeiter sehr wichtig.“

Mit den Umfrage-Ergebnissen geht das Unternehmen offensiv um: "Wir stellen die Resultate intern bei Firmen-Meetings vor. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Feedback und Vorschläge zur Verbesserung der Situation einzubringen. Aus diesen Ideen leiten wir dann Maßnahmen ab, die wir anschließend wieder in Firmen-Meetings vorstellen."

Manager sind unzufriedener

Rolf Parschau, CIO von GEA (links), empfängt den People Ready Award von Microsoft-Geschäftsführer Marcel Schneider.
Rolf Parschau, CIO von GEA (links), empfängt den People Ready Award von Microsoft-Geschäftsführer Marcel Schneider.

Über alle beteiligten Unternehmen und Mitarbeiter hinweg hat der IT Excellence Benchmark 2009 auf einer Skala von 1 bis 5 eine Durchschnittsnote von 2,58 ergeben und landete damit exakt auf der Note, die die IT-Anwender auch voriges Jahr vergeben haben. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter schwankt dabei über die verschiedenen Auswahlkriterien: So sind Manager aus dem oberen (Durchschnittsnote 2,66) und mittleren Management (2,70) tendenziell unzufriedener mit der IT ihres Unternehmens als Mitarbeiter ohne Führungsaufgaben (2,53).

Für Uta Hahn hängt das mit den unterschiedlichen Erwartungen an die IT zusammen: „Ein Großteil der Anwender ist wohl damit zufrieden, wenn ihre Arbeitsplatzumgebung läuft. Das Management hat meistens eine Menge zusätzlicher Erwartungen, zum Beispiel an eine effektive Unterstützung der Geschäftsprozesse“, so die Geschäftsführerin der bgm.

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