Forrester: Für Apps und Services

Der Chief Mobile Officer kommt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Ohne einen Chief Mobile Officer geht es für US-Marktforscher Forrester nicht mehr. Er soll als Schnittstelle zwischen den Abteilungen fungieren.

Angeblich soll der bayerische "Märchenkönig" Ludwig II. den Baumeister vom Schloss Neuschwanstein gefragt haben, ob es denn keine tragbaren Telefonapparate gäbe. Dann könne er seine Regierungsgeschäfte vom Pferd aus erledigen. Rund 130 Jahre später gehören mobile Endgeräte zum Alltag - im Privat- wie im Geschäftsleben. Der US-Marktforscher Forrester ruft daher den "Chief Mobile Officer" aus.

Forrester-Analyst Ted Schadler meint, es sei Zeit für einen Chief Mobile Officer.
Forrester-Analyst Ted Schadler meint, es sei Zeit für einen Chief Mobile Officer.
Foto: Forrester Research

Die Schaffung einer solchen Stelle müssten CIOs vorantreiben, so Forrester-Analyst Ted Schadler in seinem Papier "Mobile is the new face of engagement". Sie sollten sich mit CEOs und anderen Führungskräften zusammensetzen. Aufgabe eines Chief Mobile Officers ist das Entwickeln und Implementieren einer firmenübergreifenden Mobile-Strategie.

Demnach sieht Forrester dies also nicht als CIO-Aufgabe, sondern als eigene Rolle. Ob der Chief Mobile Officer an den CIO oder den CEO berichten sollte, lässt Schadler offen. Dem Analysten geht es vor allem darum, bei CIOs und CEOs Bewusstsein zu schaffen. Mobile sei einer dieser Bereiche, die einen Entscheider kalt erwischen, wenn er sich nicht rechtzeitig darum kümmert.

Geräte-Management weniger wichtig

Schadler bezieht sich weniger auf das Management der Endgeräte als stärker auf mobile Apps und Services. Im Jahr 2016 werden US-amerikanische Firmen für mobile Apps etwa 55 Milliarden US-Dollar ausgeben, so eine Forrester-Prognose.

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