Burnout vermeiden

Die Generation Y braucht Ihren Schutz

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Sarah K. White schreibt für unsere US-Schwesterpublikation CIO.com. Sie kümmert sich dort in erster Linie um alle Themen rund um IT-Karriere und Healthcare-IT. Ihre früheren beruflichen Stationen umfassten Tätigkeiten für die B2C-Plattform TechnologyGuide und das Jobportal Monster.com.
Über Millennials gibt es jede Menge zu orakeln. Eines aber scheint sicher: Die Generation Y ist gestresst und ängstlich. Wir sagen Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihren Millennials holen.

Angehörigen der Generation YGeneration Y - auch als Millennials oder Digital Natives bezeichnet - wurde bereits unterstellt sie seien faul und arbeitsscheu. Die Burnout-Rate unter den Angehörigen dieser Gruppe zeichnet allerdings ein völlig anderes Bild. Alles zu Generation Y auf CIO.de

Millennials muten sich zu viel zu

In einer aktuellen Untersuchung der American Psychology Association (APA) geben 39 Prozent der befragten Millennials an, ihr Stresslevel habe sich im Laufe des letzten Jahres erhöht. Von stressbedingten Schlafstörungen berichten 52 Prozent, während 44 Prozent mit Aggressionsproblemen kämpfen.

James Goodnow, Rechtsanwalt bei Fennemore Craig, wurde als "America's Techiest Lawyer" bekannt und gilt als einer der erfolgreichsten Business-Aufsteiger unter den Millennials. Der Jurist hält regelmäßig Vorträge zum Thema hat Einblick, warum die Generation Y besonders anfällig für das Phänomen BurnoutBurnout ist: "Millennials verfolgen einfach ganz andere Ziele als die Mitarbeiter früherer Generationen. Alles zu Burnout auf CIO.de

Digital Natives gründen nicht selten "nebenher" eigene Unternehmen, engagieren sich ehrenamtlich für gemeinnützige Zwecke und pflegen persönliche Hobbies und Aktivitäten, um ihre Persönlichkeit zu stärken. Das alles nimmt ihnen die Zeit, sich um sich selbst zu kümmern. Sie muten sich selbst einfach zu viel zu - und wenn man das mit dem steigenden finanziellen Druck auf diese Generation kombiniert verstärkt ein Vollzeit-Job diese Situation nur noch weiter und kann zu einem Burnout beitragen."

Für Arbeitgeber ist der StressStress, unter dem die Generation Y leidet, eine bittere Pille. Schließlich stellt eine Studie von Besinger, DuPont & Associates kürzlich fest, dass die Digital Natives häufiger nicht zur Arbeit erscheinen. Im Gegensatz zu früheren Generationen, für die die Sichtbarkeit am Arbeitsplatz noch ein feststehender Wert war, neigen die Mitarbeiter aus der Gruppe der Millennials laut der Studie dazu, einen Urlaubs- oder Krankheitstag "einzulegen", wenn Sie überfordert sind oder die Belastung zu groß wird. Eine weitere Erkenntnis derselben Untersuchung: Wenn Ihre Generation-Y-Mitarbeiter trotz Krankheit, Stress und/oder Angst ihrer Arbeit nachgehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie keine adäquate Performance an den Tag legen werden. Alles zu Stress auf CIO.de

Digital Natives vor Burnout schützen

Die gute Nachricht ist jedoch: Sie können Ihren Millennials helfen - sogar wenn Sie glauben, dass die Grenze zum Burnout bereits überschritten ist. James Goodnow empfiehlt in einem ersten Schritt, für flexible Arbeitszeiten zu sorgen. Das ist zwar eine relativ simple Maßnahme, dennoch kann sie sehr effektiv sein.

So zeigt eine Studie von Workplace Insights, dass sich 85 Prozent der Millennials dauerhaft flexible Arbeitszeiten wünschen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter nicht völlig frei schalten und walten lassen können (oder wollen), sorgen Sie zumindest für einigermaßen flexible Arbeitszeiten: So gelangen die Mitarbeiter zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance. Home-Office-Tage oder Arbeiten an der frischen Luft bei schönem Wetter sind weitere Anti-Burnout-Maßnahmen, die sich relativ schnell und problemlos umsetzen lassen.

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