IT-Dienstleister

Hälfte der Outsourcing-Verträge unprofitabel

16. November 2011
Von Andreas Dietze
Laut Roland Berger sind über 50 Prozent der Deals für Anbieter nicht rentabel. Partner Andreas Dietze nennt in seiner Kolumne die Gründe und gibt Ratschläge.
Andreas Dietze ist Partner von Roland Berger Strategy Consultants.
Andreas Dietze ist Partner von Roland Berger Strategy Consultants.
Foto: Andreas Dietze

Die vergangenen Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich auch in Europa namhafte Konzerne immer öfter für ein umfassendes Outsourcing ihres IT-Betriebs entscheiden. Dabei spielen nicht nur Kostenvorteile eine wesentliche Rolle. Denn mit einer Fremdvergabe ihrer IT streben Unternehmen meist auch qualitative Verbesserungen an - zum Beispiel durch industrialisierte IT-Prozesse und Service-Innovationen.

Während des Ausschreibungsprozesses demonstrieren die Anbieter von IT-Outsourcing-Dienstleistungen, wie der Kunde zukünftig seine IT-Services kosteneffizient beziehen kann. Die Auslagerung des IT-Betriebs soll dem Kunden ermöglichen, sich wieder verstärkt auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, um wettbewerbsfähig am Markt zu bleiben. Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt jedoch ein viel komplexeres Bild.

Und dies nicht nur für die Unternehmen, die ihre IT auslagern wollen. Sie müssen sich etwa mit dem Aufbau einer professionellen Providersteuerung oder mit langwierigen Verhandlungen im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung auseinandersetzen.

Auch die Anbieter von IT-Outsourcing-Dienstleistungen sehen sich enormen Herausforderungen ausgesetzt, sollten sie die Ausschreibung gewinnen. Denn um erfolgreich bei ihrer Akquise zu sein, müssen Vertriebe vor allem bei reputationsträchtigen Aufträgen zu umfangreichen Zugeständnissen bereit sein. Die Fabrikchefs arbeiten hart daran, die Versprechen ihrer Vertriebskollegen einzulösen.