Studie: Performance- und Effizienzanalyse

Top-Unternehmen sparen nicht an der IT

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Top-Firmen geben 14 Prozent mehr Geld für Change-Management aus als der Durchschnitt. Zugleich sparen sie 19 Prozent der Prozesskosten ein. Eine Studie der Hackett Group zeigt, welche Rolle die IT dabei spielt und warum in diesem Bereich nicht gekürzt werden sollte.
Dass Firmen in der Krise sparen wollen, liegt nahe - sie sollten aber nicht bei der IT den Rotstift ansetzen.
Dass Firmen in der Krise sparen wollen, liegt nahe - sie sollten aber nicht bei der IT den Rotstift ansetzen.
Foto: MEV Verlag

Wer bei der IT den Rotstift ansetzt, spart an der falschen Stelle. CIOs, die diese These untermauern wollen, können auf die Hackett Effizienzanalyse 2008 zurückgreifen. Die Analysten haben die Performance von 500 Unternehmen untersucht und stellen fest, dass Top-Unternehmen gerade mal 0,25 Prozent weniger Geld pro Jahr und Nutzer ausgeben für die IT. Damit kommen sie auf 8.775 US-Dollar für jeden Anwender.

Dafür sparen sie - verglichen mit dem Durchschnitt - 22 Prozent mehr beim Einkauf und acht Prozent mehr im Personalwesen. Die Analysten warnen denn auch davor, die Innovationskraft eines Unternehmens durch Kürzungen bei der IT zu gefährden.

Diese Aussagen dürfen jedoch nicht missverstanden werden: Die Unternehmensberatung Hackett rät CIOs schon, auf das Geld zu achten. Ihr Patentrezept: Komplexität reduzieren. Sie raten daher, möglichst viel zu standardisieren und zu zentralisieren.

Ein Vergleich der Firmen unter diesem Aspekt zeigt, dass Spitzenunternehmen 49 Prozent weniger Anwendungen haben als der Schnitt. Dadurch senken sie die gesamten Anwendungskosten um 20 bis 30 Prozent.