Schnelligkeit versus Diskussionen über SLAs

Umstrittener Trend: Speed Sourcing

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Das Aushandeln eines Outsourcing-Vertrages darf nicht länger als drei Monate dauern und in die engere Wahl kommen sowieso nur bekannte Provider. Das ist das Konzept von Speed Sourcing, das in Krisenzeiten schnelles Handeln ermöglichen soll. Doch mancher hält die Idee für gefährlich, wie eine Diskussion auf cio.com zeigt.
Der Schnellste gewinnt - jetzt auch beim Outsourcing.
Der Schnellste gewinnt - jetzt auch beim Outsourcing.
Foto: MEV Verlag

Miese Zeiten - miese Mittel. Diesen Sinnspruch stellt CIO.com-Autorin Stephanie Overby ihrem Text über das sogenannte Speed Sourcing voran. Nach ihren Beobachtungen bildet sich damit ein neuer Outsourcing-Trend heraus. Ziel ist, für einen neuen Vertrag nicht länger als drei Monate zu brauchen.

Speed Sourcing zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Statt sich umfassend über die Anbieter zu informieren, zieht man von vornherein nur bereits bestehende Partner und Branchen-Spezialisten in Betracht.

  • Statt die eigenen Anforderungen detailliert zu Papier zu bringen, formuliert man ein "Request for services". Das sieht zum Beispiel so aus: "Wir sind ein Finanzdienstleister mit Niederlassungen in zehn Ländern und haben sieben Rechenzentren. Wir wollen outsourcen, um Kosten und Investitionsaufwendungen zu senken."

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