Karriereplanung

Wie sich Mitarbeiter selbst einschätzen

15. März 2013
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Viele IT-Mitarbeiter halten ihr Business-Verständnis für gut. Doch Personalabteilungen widersprechen der Selbsteinschätzung, wie eine AIIM-Studie ergab.

Cloud Computing, Mobility, Soziale NetzwerkeNetzwerke oder Big Data: Neue IT-Technologien kommen heute in immer kürzeren Zyklen auf den Markt und halten Einzug in Unternehmen. Das verändert die Prozesse in den Organisationen wie auch die Rollen der Mitarbeiter, nicht nur in der IT-Abteilung. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

"Information Professional" als Allzweckwaffe

Moderne IT-Technologien verändern die Arbeitswelt und die Prozesse in Unternehmen. CIOs und IT-Mitarbeiter reicht IT-Wissen nicht mehr aus, Business-Know-how wird gefordert.
Moderne IT-Technologien verändern die Arbeitswelt und die Prozesse in Unternehmen. CIOs und IT-Mitarbeiter reicht IT-Wissen nicht mehr aus, Business-Know-how wird gefordert.
Foto: AIIM

Der Anwender-Fachverband AIIM hat in der von OracleOracle beauftragten Studie "Career Development for Information Professionals" untersucht, welchen Einfluss IT-Technologien auf das Selbstverständnis der Mitarbeiter in der IT-Organisation und den Fachabteilungen sowie deren Karriereplanung haben. Auf die Frage nach ihrem Berufsprofil bezeichneten sich 30 Prozent aller Umfrageteilnehmer als Informationsprofis ("Information Professional"). 13 Prozent definieren ihre Rolle als Technologie-Spezialist und zwölf Prozent sehen sich als Schnittstellenfunktion zwischen Business und IT. Alles zu Oracle auf CIO.de

Aus Sicht der Personalabteilung sind die Information Professionals (58 Prozent) und die Schnittstellenfunktion zwischen Business und IT (40 Prozent) am wichtigsten für ein Unternehmen. Die Information Professionals würden über die erforderlichen Kompetenzen verfügen, um die Geschäftsprozesse zu optimieren, was wiederum die Produktivität erhöht. Zugleich könnten diese die Prozesse der Entscheidungsfindung im Management durch den Einsatz von Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) und Big-Data-Analysen verbessern. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Kaum Kandidaten mit Business-Verständnis

Allerdings seien Mitarbeiter mit diesen Kompetenzen schwer zu finden wie 60 Prozent der Studienteilnehmer angaben, die in einer Personalabteilung arbeiten. 80 Prozent der Personalchefs klagen darüber, dass es kaum Kandidaten aus dem technischen Bereich gibt, die ein ausreichendes Verständnis für das Business haben. Das kontrastiert mit der Selbsteinschätzung der Beschäftigten. So sehen 38 Prozent der Befragten auf CIO- und IT-Leiter-Ebene ihre Rolle primär als Manager von Technologie-Ressourcen.