CIOs gegen IT-Dienstleister

7-Punkte-Katalog gegen Wartungsfrust

02. August 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
IT-Chefs großer Unternehmen wollen mehr Transparenz und bessere Bedingungen bei Wartung und Support. Gemeinsam mit den Analysten von Gartner fordern sie mehr Kooperation von Software-Anbietern und die Einhaltung von sieben Rechten ein.
Als Marktbeobachter ist Gartner längst eine Marke. Nun steigen die Analysten sogar für die Interessen der CIOs in den Ring.
Als Marktbeobachter ist Gartner längst eine Marke. Nun steigen die Analysten sogar für die Interessen der CIOs in den Ring.

Überhöhte Preise, undurchschaubare Abläufe – für viele CIOs ist die IT-Wartung ein steter Quell des Ärgers. Umso schlimmer wiegt der Frust, weil dieser Ausgabenposten in vielen Unternehmen mit Abstand der größte im IT-Budget ist. Anbieter reagieren auf Kritik an ihrem Vorgehen mit dem Hinweis, dass sie ja auch auf dem Markt bestehen müssen.

„Dieser fundamentale Konflikt ist für IT-Anwender problematisch“, sagt David Cappuccio, Chief of Research beim Analystenhaus Gartner. „Unternehmen brauchen pünktliche, zuverlässige und kosteneffiziente IT-Wartung – aber sie bekommen sie nicht.“

Gartner übernimmt jetzt die Rolle des Anwender-Anwalts und Vermittlers. Das Gartner Global IT Council for IT Maintenance, in dem CIOs und IT-Chefs großer Unternehmen ebenso vertreten sind wie Gartner-Analysten, hat einen „Code of Conduct“ für die IT-Wartung erarbeitet. Einen Katalog von Prinzipien also, deren Einhaltung zu einem gedeihlicheren Miteinander von Unternehmen und Anbietern führen würde.

„Dieser Code of Conduct markiert den Beginn einer gehaltvollen und anhaltenden Diskussion unter den Interessengruppen“, so Cappuccio. Das Ziel sei es, die unverbindlichen Grundprinzipien zu in der gesamten Wirtschaft akzeptierten und repektierten Standards zu entwickeln.