Amazon Coins

Amazon führt virtuelle Währung ein

20. Februar 2013
Von Hartmut  Wiehr
Zunächst in den USA setzt Amazon auf eine eigene virtuelle Währung. Kunden erhalten sie umsonst, um möglichst viele Spiele-Apps für den Kindle Fire zu kaufen.

Der Kern der neuen Amazon-Botschaft: Das Unternehmen verteilt mehrere Millionen von sogenannten "Amazon Coins" an seine Kunden, mit denen diese neue Spiele für den Kindle Fire erwerben können. Über diesen kleinen Umweg sollen möglichst viele Entwickler von Online-Spielen dazu verführt werden, für die Android-Plattform von Amazon aktiv zu werden.

Amazon führt eine eigene Währung ein. Der Zweck des Ganzen? Die Kunden sollen mehr kaufen.
Amazon führt eine eigene Währung ein. Der Zweck des Ganzen? Die Kunden sollen mehr kaufen.
Foto: Amazon

Nur Entwickler, die sich bis zum 25. April 2013 bei Amazon angemeldet haben, geraten in den Genuss der "virtuellen Währung". Ab Mai soll es dann die Coins geben – Amazon-Kunden erhalten sie geschenkt oder können sie auf ihrem Kundenkonto eintauschen.

Amazon selbst beschreibt die geplante Aktion wie folgt: "Mit Amazon Coins wollen wir den Entwicklern von Apps und Spielen einen neuen Weg aufzeigen, mit dem Kindle Fire Geld zu verdienen." Entwickler für den Amazon Appstore erhalten wie bisher 70 Prozent von jedem Einkauf. Sie müssen außer der Anmeldung nichts tun, um an diesem Programm teilzunehmen. Die Neuerung besteht ausschließlich auf Kundenseite: Sie erhalten eine Art Spielgeld, mit dem sie zu einem höheren Konsum angeregt werden sollen.

Das Geld bleibt im eigenen Ecosystem

Wir zitieren die Interpretation eines regelmäßigen Spiele-Konsumenten, der sich gegenüber cio.de wie folgt geäußert hat: "Ich denke, sie gehen davon aus, dass diese Coins lockerer sitzen als "echtes" Geld. Eventuell bauen sie das später auch zu einem Rabattsystem aus, wie es zum Beispiel Globetrotter schon hat: 1 Euro = 3 Globipunkte, die man dann später wieder einsetzen kann. So bleibt das Geld schön im eigenen Ecosystem."