Sechs Forderungen an das Daten-Management

Business Intelligence muss in die operativen Geschäftsprozesse

24. September 2008
Von Alexander Galdy
Eine der wichtigsten Herausforderungen beim Daten-Management wird sein, BI (Business Intelligence) stärker in operative Prozesse zu integrieren. Obwohl technisch machbar, hinkt die Technologie hinterher.

Am besten wäre es, wenn BI direkt auf den aktuellsten operativen Datenbestand zugreifen könnte. Dieser Ansicht ist der Berater Wolfgang Zinke, Experte für Datenbank-Management und Data Warehousing: "Das ist aber mit der heutigen Datenbank-Technologie nicht praktikabel." Seiner Meinung nach führt aber nur die Integration von operativem und analytischem Processing auf ein und derselben Datenbasis zum Erfolg.

Das eliminiert langwierige und fehleranfällige Prozesse bei der Archivierung und beim ETL (Extract, Transform, Load), die heute noch zwischen operativen und BI-Systemen stattfinden. Darüber hinaus werden der allgegenwärtigen Redundnaz und Ressourcenverschwendung Einhalt geboten. Das Ergebnis sind dafür aktuellere und zuverlässigere BI-Auswertungen.

Niemals dürfe ein Datenbank-System Informationen überschreiben, fordert der Berater Wolfgang Zinke.
Niemals dürfe ein Datenbank-System Informationen überschreiben, fordert der Berater Wolfgang Zinke.
Foto: Wolfgang Zinke

Bisher stellt sich das Kernproblem, dass Daten in operativen Systemen und in BI-Systemen meist nicht zueinander passen. Das liegt daran, dass sie unterschiedliche Datenmodelle erfordern.

Außerdem behindert Large-Scale Query Processing beim BI die operative Verarbeitung. Erschwerend kommt noch hinzu, dass BI-Systeme häufig auf Datenhistorie angewiesen sind, während operative Systeme Momentaufnahmen der Daten bearbeiten und diese auch überschreiben.