Arbeitsplatz-Rechner

Die meisten Programme brauchen Anwender nicht

06. November 2009
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Von Dutzenden Anwendungen auf den Arbeitsplatzrechnern nutzt ein durchschnittlicher Information-Worker nur einen Bruchteil, hat Forrester herausgefunden. Auch Laptops und Smartphones sind eher selten im Einsatz.

Hard- und Software-Anbieter überbieten sich gerne mit der Aufzählung von vielen tollen neuen Funktionen ihrer Produkte. Sie versprechen: Der Gebrauch modernster Technik spart Zeit und Nerven und gestaltet den Arbeitsalltag von Managern und Mitarbeitern sehr viel angenehmer.

Die Sache hat nur einen Haken: Einer Forrester-Studie zufolge nutzen nur wenige Mitarbeiter tatsächlich einen nennenswerten Teil dieser modernen Technik. Die meisten würden auch mit einem spartanisch ausgestatteten Rechner auskommen. Für die Studie hat Forrester dieses Jahr mehr als 2000 US-amerikanische Information-Worker aus Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten befragt.

Im modernen Büro rangieren Desktop-PCs noch immer weit vor den mobilen Geräten.
Im modernen Büro rangieren Desktop-PCs noch immer weit vor den mobilen Geräten.

Beispiel Laptops: Obwohl niemand ernsthaft die Vorteile der tragbaren Rechner bestreiten würde, arbeitet nur rund ein Drittel der amerikanischen Angestellten mit einem mobilen Gerät. Sind es in den Business Services noch 47 Prozent, fällt die Zahl in HandelHandel und IndustrieIndustrie sogar auf 17 Prozent. Top-Firmen der Branche Handel Top-Firmen der Branche Industrie

Für drei Viertel ist dagegen der Desktop-PC noch immer das Arbeitspferd ihrer Wahl: Fast zwei Drittel (63 Prozent) verbringen sogar vier oder mehr Stunden vor dem stationären Bildschirm. Wenn sie Glück haben, ist es wenigstens ihr eigener; immerhin ein Viertel nämlich muss sich den Arbeitsplatzrechner mit mindestens einem Kollegen teilen.