E-Mail-Archivierung muss reichen

Fehlendes Interesse an E-Mail-Management

16. November 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Insgesamt 35 Prozent der Unternehmen arbeiten mit E-Mail-Management. Die große Mehrheit der Nutzer geht nicht über E-Mail-Archivierung hinaus.

Eine neue Studie zeigt, dass Unternehmen beim E-Mail-Management noch nicht besonders weit sind. Gerade einmal 35 Prozent von ihnen setzen es ein. Wird E-Mail-Management im Unternehmen genutzt, geschieht das häufig noch nicht lange. 68 Prozent der Bejaher haben E-Mail-Management erst seit höchstens fünf Jahren.

Nutzen Firmen es, beschränken sie das Management häufig auf die reine Archivierung von Mails. Eine Trendwende zeichnet sich nicht unbedingt ab. Unternehmen, die eine Einführung planen, wollen vor allem Mails wiederfinden (45 Prozent) und gesetzliche Anforderungen erfüllen (37 Prozent). 36 Prozent der Befragten wollen Vorgänge schneller bearbeiten (36 Prozent) oder den Kundenservice durch eine schnellere Prozessverarbeitung verbessern (32 Prozent).

31 Prozent der Befragten priorisieren den Schutz vor Datenverlust, 23 Prozent wollen mit E-Mail-Management ihre Server entlasten. An Kostenersparnis denken nur 19 Prozent, an eine Entlastung der IT-Administration 13 Prozent der Befragten.

Die Umfrageautoren schließen daraus, dass viele Unternehmen die Potenziale von Mail-Management verkennen. "Wer sich mit dem Thema E-Mail-Management beschäftigt, der sollte berücksichtigen, dass die wirklich interessanten Potenziale erst dann nutzbar werden, wenn man die E-Mail auch vernünftig in den Prozess bringt", sagt Barc-Analyst Maximilian Gantner.

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