Management-Fehler führen zur Verschwendung von Arbeitskraft

IT-bedingte Produktivitätsverluste gehen zurück

30. September 2005
Von Dorothea Friedrich
Eine bessere Nutzung der Arbeitskraft könnte die Produktivität entscheidend steigern. Weltweit werden rund 37 Prozent der Arbeitskraft verschwendet. Die IT hat daran aber nur einen Anteil von einem Prozent. Die Hauptursachen liegen in mangelnder Planung und Steuerung durch das Management und in Kommunikationsproblemen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Proudfoot Consulting.

Demnach verbringt jeder Beschäftigte weltweit pro Jahr rund 84 Arbeitstage mit unproduktiven Tätigkeiten. 2004 machten die Kosten dafür in Deutschland neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Das entspricht rund 220 Milliarden Euro.

Die Gründe dafür liegen wie in den Vorjahren vor allem beim Management. Sie haben im Vergleich sogar noch zugenommen. 46 Prozent aller Produktivitätsverluste resultieren aus mangelnder Planung und Steuerung. Im Vorjahr waren es 40 Prozent.

Die IT ist nur zu einem Prozent an Produktivitätsausfällen beteiligt. (Quelle: Proudfoot Consulting)
Die IT ist nur zu einem Prozent an Produktivitätsausfällen beteiligt. (Quelle: Proudfoot Consulting)

Mangelnde Kommunikation ist dafür in vier Prozent der Fälle, die fehlende Arbeitsmoral in neun Prozent verantwortlich. Mangelnde Qualifikation der Mitarbeiter trägt zu acht Prozent zum Verlust von Produktivität bei.

Kaum Produktivitätsverluste durch die IT

IT-Probleme sind dafür nur zu einem Prozent die Ursache. Das sah 2002 noch ganz anders aus. Seinerzeit verursachte die IT acht Prozent der Produktivitätsausfälle. Die Gründe für das gute Abschneiden der IT beleuchtet die Studie nicht.

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