Leichtsinnige Preisgabe sensibler Daten

Passwort gegen Schokoriegel

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Menschen, ob Mann oder Frau, sind verführbar. Manchmal genügt schon ein Schokoriegel als Köder und Vertreter beider Geschlechter geben Passwörter und sensible Daten preis. Das weibliche Geschlecht ist dabei deutlich anfälliger als Männer was die Weitergabe vertraulicher Informationen angeht. Das fand eine aktuelle Erhebung unter Büroangestellten heraus, die das Event-Portal Infosecurity Europe durchführte.

In einem Feld-Experiment tarnten sich die Sicherheits-Experten als Marktforscher, legten sich, bewaffnet mit Schokoriegeln als Köder, vor einer U-Bahn-Station in der Londoner City, auf die Lauer.

Süße Verlockungen

Die Befragten sollten für eine angebliche Befragung auch persönliche Daten, wie etwa Passwörter, preisgeben. Immerhin 45 Prozent der auf angesprochenen weiblichen Angestellten machte die Aussicht auf einen Schokoriegel schwach.

Sie waren dafür bereit, ihre Passwörter den wildfremden Marktforschern zu verraten. Dagegen waren nur zehn Prozent der Männer anfällig für derlei Verlockungen.

Sensible Daten für ein Gewinnspiel

Abgesehen von den süßen Verlockungen verhalten sich Männer und Frauen recht ausgeglichen was die Weitergabe von Passwörtern angeht. Die Initiatoren der Untersuchung boten den Befragten in einem Gewinnspiel als Preis ein Wochenende in Paris an. Dafür gaben 60 Prozent der befragten Männer und 62 Prozent der Frauen sensible Daten wie Telefon-Nummer oder Geburtsdatum preis.