Markt-Prognose bis 2013

Telekom in der Verdrängungsschlacht

15. März 2011
Von Kolja Kröger
Wettbewerber nehmen der Telekom immer mehr Marktanteile ab. Eine Studie von Steria Mummert und F.A.Z.-Institut zeigt die Geschäftsmodelle der Zukunft in der Telekommunikationsbranche auf.
Die Branche ist zuversichtlich - trotz sinkenden Umsätzen seit 2005.
Die Branche ist zuversichtlich - trotz sinkenden Umsätzen seit 2005.
Foto: FAZ-Institut

Gleich an mehreren Fronten kämpfen die deutschen Telekommunikations-Unternehmen, und doch sagen sie rosige Zeiten voraus. Besser als die Gesamtwirtschaft werde sich die Branche bis 2013 entwickeln, glaubt fast die Hälfte der Telko-Entscheider (48 Prozent) laut dem jüngst veröffentlichten Branchenkompass 2011 - erstellt vom F.A.Z.-Institut und der Steria Mummert Consulting. Dafür hat das Marktforschungsinstitut Forsa 100 Entscheider der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen befragt, in den meisten Fällen die Firmenchefs (64) selbst.

Es weht ein scharfer Wind:

  • Verbraucher bescheinigen den Anbietern einen schlechteren Service als Banken und Versicherungen

  • die Branche liefert sich einen kräftezehrenden Preiskampf

  • nun drängen mit Kabel-Anbietern und Energieversorgern noch Mitbewerber mit eigenen Netzen auf den Markt.

Das Datenvolumen steigt und steigt

Seit 2005 sind die Umsätze der Branche um sieben Millionen Euro gefallen, auf 60,3 Milliarden im Jahr 2009. Schuld daran seien aber vor allem die Einbußen der Deutschen Telekom, ihre Mitbewerber hingegen konnten sich zunehmend größere Stücke vom Kuchen abschneiden. Damit das so weitergeht, betonen 42 Prozent die Notwendigkeit des Netzausbaus und die Erschließung weißer Flecken auf der Breitband-Landkarte.

Mit neuen Produkten wollen die Telkos den Kuchen neu verteilen.
Mit neuen Produkten wollen die Telkos den Kuchen neu verteilen.
Foto: FAZ-Institut

Smartphones und TabletsTablets heizen der Branche ein, denn mit der zunehmenden Verbreitung des mobilen Internets und des steigenden Datenaufkommens sehen die Manager Chancen für Innovationen. Das durchschnittliche Datenvolumen eines Nutzers ist seit 2008 um das zehnfache auf etwa 22 Gigabyte gestiegen. 67 Prozent der für die Studie befragten Entscheider wollen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. 42 Prozent sehen ihren Service allerdings als verbesserungswürdig an. Die Hälfte investiert in SaaS und Cloud Computing - auch, um dies selbst als Dienstleistung für ihre Kunden anzubieten. Alles zu Tablets auf CIO.de

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