Falsche Vorstellungen

Vorurteile gegenüber Digital Natives

09. November 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und seit 2006 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Digital Natives wollen Mobilgeräte vom Arbeitgeber und im Büro digital vernetzt sein, sagt eine Studie. Das sind Vorurteile der HR-Chefs, sagt eine andere.

Was darf es beim Arbeitsantritt sein? Ein Smartphone, ein Tablet-PC oder ein Notebook, jederzeit Zugriff auf soziale NetzwerkeNetzwerke und geografische Dienste am Arbeitsplatz. Digital Natives, jene Generation also, die statt mit dem Struwwelpeter mit Handy, PC und Internet aufgewachsen ist, wollen von ihrem künftigen Arbeitgeber am liebsten alles zusammen. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Digital Natives in den USA und Großbritannien wollen mit Kollegen laut einer Studie von Siemens Enterprise Communications hauptsächlich per Facebook und Instant Messaging kommunizieren.
Digital Natives in den USA und Großbritannien wollen mit Kollegen laut einer Studie von Siemens Enterprise Communications hauptsächlich per Facebook und Instant Messaging kommunizieren.
Foto: Siemens Enterprise Communications

Das geht aus einer Umfrage hervor, die Siemens Enterprise Communications in den USA und Großbritannien unter mehr als 310 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren durchgeführt hat. 40 Prozent der Befragten erwarten, dass ihr künftiger Arbeitgeber sie mit einem Notebook ausstattet. Ein Viertel gab an, dass sie zum Dienstantritt ein Smartphone wollen, 13 Prozent wünschen sich einen Tablet-PC.

Im Büro nicht auf Facebook verzichten

Dass diese Geräte auch für private Zwecke genutzt werden dürfen, ist für Digital Natives selbstverständlich. Ein Sechstel der Umfrageteilnehmer will auch während der Arbeitszeit nicht darauf verzichten, die in der Freizeit genutzten sozialen Netzwerke wie FacebookFacebook und Google+ oder den Microblogging-Dienst Twitter zu verwenden. Alles zu Facebook auf CIO.de

Das sei wichtig, um Kontakte aufzubauen und zu pflegen und um sich mit Freunden und Arbeitskollegen auszutauschen, sagen die Teenager. Die Umfrage spricht hier von einem technologischen Spiegelungseffekt, denn die Teenager wollen Tools und Kommunikationskanäle, die sie zuhause verwenden auch am Arbeitsplatz einsetzen. 70 Prozent der befragten Jugendlichen gehen davon aus, dass mobile Geräte die Arbeit erleichtern und 55 Prozent teilten mit, dass sie damit Aufgaben effizienter erledigen können.