Wireless Lan-Ratgeber

Wie Sie WLAN-Verbindungen beschleunigen

21. Februar 2012
Ist die Übertragungsgeschwindigkeit in Ihrem lokalen drahtlosen Netz zu niedrig? Mit unseren Tipps lässt sich der eine oder andere WLAN-Flaschenhals beseitigen.

Durch den Einsatz von mobilen Geräten wird der Datenaustausch über das WLANWLAN immer wichtiger und gleichzeitig problematischer. Oft klagen dabei Anwender über eine unzureichende Geschwindigkeit der Datenverbindung. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr WLAN wieder auf Tempo bringen können. Alles zu WLAN auf CIO.de

Funkkanal im WLAN-Router wechseln

Das Frequenzband mit 2,4 GHz verfügt nur über 13 Sendekanäle, und diese überlappen sich auch noch gegenseitig. Befinden sich noch weitere WLAN-Router in Reichweite, können sich die Router gegenseitig stören, was zu einer geringeren Übertragungsleistung führt. Um herauszufinden, auf welchen Kanälen sich die anderen Geräte befindenden, bieten die meisten Router ein entsprechendes Menü in Ihre Firmware. In dem Menü zeigen die Geräte den eignen Funkkanalbeziehungsweise Funkfrequenz an und auch die "Störenfriede".

Details: Die Fritz!Box sendet auf Kanal 3, die weiteren Geräte benutzen die Kanäle 9 und 12.
Details: Die Fritz!Box sendet auf Kanal 3, die weiteren Geräte benutzen die Kanäle 9 und 12.

Eine Alternative ist das kostenlose Programm Netstumbler, das alle erreichbaren WLANs auflistet. Stellt sich heraus, dass das eigene WLAN sich denselben Kanal mit anderen Routern teilt, öffnet man im Browser die Konfigurationsseite des Routers und stellt einen anderen Kanal ein, der möglichst weit von allen anderen benutzten Kanälen entfernt ist. Oder man versucht es mit der Einstellung "Automatisch" und überlässt es dem Router, sich selbst den besten Kanal zu suchen.

Tipp: Fritz!Box-Expertenmodus aktivieren. Wer eine Fritz!Box als WLAN-Router verwendet, kann einige Einstellungen erst dann vornehmen, wenn zuvor der Expertenmodus aktiviert wurde. Dazu klickt man im Konfigurationsfenster auf "Ansicht" und stellt dann vom Standardmodus zum Expertenmodus um. Danach erscheinen auf den einzelnen Konfigurationsseiten zusätzliche Optionen.

Sichere und schnelle Verschlüsselung nutzen

Für die Verschlüsselung eines WLANs gibt es drei verschiedene Optionen: WEP (Wired Equivalent Privacy), WPA (Wi-Fi Protected Access) und WPA2. WEP ist nicht nur ein leicht knackbares und damit unsicheres Verschlüsselungsverfahren, sondern bremst ein WLAN zudem aus, da moderne Router ihre volle Geschwindigkeit nur bei einer Verschlüsselung nach WPA oder WPA2 erreichen. Alle aktuellen Rechner unterstützen neben WPA auch das sichere WPA2, so dass es eigentlich keinen Grund mehr gibt, WEP zu verwenden, denn auch mobile Geräte wie SmartphonesSmartphones und TabletsTablets verwenden die moderneren Verschlüsselungsverfahren. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Wichtig: In aktuellen WLAN-Routern gehört die WPA2-Verschlüsselung zum Standard.
Wichtig: In aktuellen WLAN-Routern gehört die WPA2-Verschlüsselung zum Standard.

Sofern im Router WEP eingestellt sein sollte, ist unbedingt anzuraten, auf WPA besser auf WPA2 umzustellen. Man bekommt dann nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Geschwindigkeit. Am besten testet man - sofern möglich - zuerst WPA2, da diese Verschlüsselungsmethode die größte Sicherheit bietet. Einen Router, der nur WEP anbietet, sollte man gegen ein neueres Modell austauschen.

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