CIO Auf- und Aussteiger


Keil übergibt an Zengler

CIO-Wechsel bei Knorr-Bremse

03. April 2012
Von Nicolas Zeitler
Clemens Keil hat Anfang April die passive Phase seiner Altersteilzeit angetreten. Für Nachfolger Werner Zengler stehen ein BYOD-Projekt und SAP-Rollouts an.
Clemens Keil war seit 2003 IT-Chef bei Knorr-Bremse in München.
Clemens Keil war seit 2003 IT-Chef bei Knorr-Bremse in München.
Foto: Knorr-Bremse

Vergangener Freitag war für Clemens Keil der letzte Arbeitstag: Der CIO von Knorr-Bremse hat am ersten April die passive Phase seiner Altersteilzeit angetreten. In der aktiven Phase über die vergangenen zwei Jahre hat er bereits seinen Nachfolger Werner Zengler eingearbeitet, der mit dem Monatswechsel als CIO die Verantwortung für die IT bei dem Hersteller von Bremssystemen übernommen hat.

Bei Keil kreisen die Gedanken über die Zeit nach seinem Arbeitsleben schon länger. "Seit über fünf Jahren arbeite ich an dem Thema", erzählt er. Anfangs hatte er vor, schon mit 60 in den Ruhestand zu gehen, nun ist es ein Jahr später geworden.

26 Jahre lang IT-Manager

26 Jahre lang war Clemens Keil IT-Leiter und CIO. Bevor er 2003 zu Knorr-Bremse kam, arbeitete der promovierte Diplom-Informatiker 17 Jahre bei Siemens. In den 1990er Jahren, als der Industriekonzern noch keinen CIO hatte, leitete Keil das Team, das die Stabsstelle für IT mit aufbaute. Daraus ging die spätere CIO-Organisation hervor.

Bei Knorr-Bremse hat Keil zuletzt noch ein Projekt für "Bring Your Own Device" angestoßen - "und das auf meine alten Tage", wie er schmunzelnd anmerkt. Seit drei Monaten läuft der Pilot, im April soll das Konzept auf 1000 Mitarbeiter ausgeweitet werden. Der scheidende CIO sieht den Ansatz, private Endgeräte fürs Arbeiten zuzulassen, vor allem als Mittel, Arbeitsplätze attraktiver und dadurch Mitarbeiter zufriedener zu machen. "Auch damit kann die IT zur Work-Life-Balance und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wirklich einen Beitrag leisten", sagt er.