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IBM im Umbau

23.04.2007
Von Eva Müller

Ein ausgefeiltes Kommunikationssystem ermöglicht die Zusammenarbeit über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg. Per "Same time"-Programm chatten Entwickler in Böblingen morgens mit ihren Kollegen in Bombay. Wird es Abend in Schwaben, gehen die Leute in Boulder/Colorado online. Rund fünf Millionen Mal pro Tag tauschen sich die IBMler so miteinander aus - auch per Laptop von zu Hause oder unterwegs. Nur die Hälfte der IBMler sitzt an einem durchschnittlichen Tag im eigenen Büro.

Statt in einem Besprechungszimmer tüfteln sie in einem virtuellen Arbeitsraum gemeinsam an ihren Projekten. In diesem "team space" liegt alles relevante Material bereit und kann von den Mitgliedern jederzeit bearbeitet werden.

Ein technisches Wunderland. Doch der IT-Traum funktioniert nur, wenn die Nutzer die Möglichkeiten wirklich ausschöpfen. Das aber tun sie auch bei IBM nicht immer. "In keinem Unternehmen gibt es in allen Bereichen echte Prozessdisziplin", gesteht Moffat.

So haben zum Beispiel erst 70.000 IBMler ihre Fähigkeiten und Erfahrungen im internen Kompetenzverzeichnis "professional marketplace" eingetragen - gerade mal ein gutes Fünftel der Belegschaft. Dabei sollten die Kundenberater aus dieser Liste eigentlich die jeweils für einen Auftrag am besten geeigneten Kollegen frei auswählen können.

Nur langsam wächst auch die Bereitschaft der Projektleiter in den einzelnen Ländern, sich Experten aus anderen Staaten ins Team zu holen. Zu einfach ist es, über den Flur alte Kumpel zu einer bewährten Truppe zusammenzurufen.

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