Online-Bezahlplattformen

Paydirekt - mit Microservices gegen Paypal und Co.

07. März 2016
Christoph Witte ist freier Publizist und Kommunikationsberater.
Das Online-Bezahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft paydirekt will nicht zuletzt dank einer modernen und flexiblen IT-Plattform bei Online-Käufern und -Händlern punkten. Basis bildet ein sicheres und flexibel ausbaubares System digitaler Services, sagen die Betreiber.

paydirekt, das Online-Bezahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft, ist im November 2015 nach 13 Monaten Konzeptions- und Entwicklungszeit gestartet. Die zugrunde liegende IT-Plattform, die von Senacor Technologies entwickelt und betrieben wird, soll dank Microservice-Architektur und Event-getriebener Datenhaltung hohe Flexibilität und Agilität bieten.

paydirekt ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft. Der Zahlungsverkehrsdienstleister tritt an, um Käufer und Banken im Online-Commerce intensiver miteinander zu verbinden.
paydirekt ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft. Der Zahlungsverkehrsdienstleister tritt an, um Käufer und Banken im Online-Commerce intensiver miteinander zu verbinden.
Foto: aurielaki - Shutterstock.com

So könnten sich weitere Funktionalitäten und neue Services schnell realisieren und dank eines continuous delivery Konzepts auch zügig an den Kunden bringen lassen, sagen die Betreiber. Das sei gerade im dynamischen Markt für Online-Zahlungsabwicklung enorm wichtig. Eventuell fehlende oder nicht optimal gestaltete Funktionen müssten hier schnell und effizient geliefert werden können. "Wir schalten zurzeit unsere Händler auf und werden unser System im nächsten Schritt entsprechend der Benutzerbedürfnisse weiter entwickeln. Unsere Plattform versetzt uns in die Lage, schnell neue Funktionalitäten zu integrieren", erklärt Helmut Wißmann, Geschäftsführer von paydirekt.

Helmut Wißmann, Geschäftsführer von paydirect, will schnell neue Funktionen integrieren und so das System entsprechend der Nutzeranforderungen weiterentwickeln.
Helmut Wißmann, Geschäftsführer von paydirect, will schnell neue Funktionen integrieren und so das System entsprechend der Nutzeranforderungen weiterentwickeln.
Foto: Paydirect

paydirekt ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft. Der Zahlungsverkehrsdienstleister tritt an, um Käufer und BankenBanken im Online-Commerce intensiver miteinander zu verbinden. Andere Player wie Paypal, Amazon Payment und diverse Kreditkartenanbieter gestehen den Banken bisher nur eine Nebenrolle als Geldquelle zu. Das will paydirekt zugunsten seiner Partner ändern. Damit das gelingt, setzt der neue Bezahldienst auf die Attribute Einfachheit und Sicherheit. Dass es sich um ein deutsches Bezahlverfahren handelt, dürfte in Zeiten zunehmender Cyber-Attacken, Patriot-Act und Cyber-Spionage ebenfalls eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielen. Top-Firmen der Branche Banken

Nah am One-Click-Shopping

Zum Jahresende 2015 machten rund 1000 Institute mit. Die Sparkassen planen ihren Start für das Frühjahr 2016. Bankkunden könnten über das Bezahlverfahren ihre Einkäufe einfach, sicher, direkt und kostenlos über ihre Girokonten abwickeln, soi die Idee der Betreiber. Nach der Registrierung bei seiner Bank kann der paydirekt-Nutzer, wenn er es möchte, in der Regel nur mit seinem Nutzernamen und Passwort die Bezahlung initiieren. Das ist nah am One-Click-Shopping.

Der Umtausch in elektronisches Geld, das Aufladen von Prepaid-Konten, Eingaben von Kreditkarten-Daten und ähnliche Hürden, die dem Online-Shopper sonst begegnen, entfallen komplett. Wenn der Kunde bereits Online-Banking nutzt, ist auch der Registrierungsprozess bei seiner Bank schnell erledigt, weil er dort bereits identifiziert und für das Online-Banking autorisiert wurde.