Jobwechsel

Worauf Führungskräfte achten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Bei der Bewertung einer neuen Stelle zählen für Manager Faktoren wie Gehalt, Arbeitsort und eine nachhaltige Unternehmensstrategie. Damit zeigen sie sich konservativer als vor der Krise.
Marcel Ramin Derakhchan, Partner bei LAB Lachner Aden Beyer & Company, über deutsche Manager: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"
Marcel Ramin Derakhchan, Partner bei LAB Lachner Aden Beyer & Company, über deutsche Manager: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"

"Wie das Kaninchen vor der Schlange" - mit diesen Worten umschreibt Marcel Ramin Derakhchan das Verhalten deutscher Manager in der Krise. Derakhchan ist Partner bei der Unternehmensberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company mit Sitz in München. Die Berater haben Werte und Ziele von knapp 400 Führungskräften in einem "Managerpanel" ausgewertet.

"Führungskräfte sind deutlich vorsichtiger, wenn es um neue Herausforderungen geht", fasst Derakhchan die Ergebnisse zusammen. Zwar gibt knapp jeder Zweite (49 Prozent) an, seine Wechselbereitschaft sei in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen. In der Vorjahresumfrage sagten das aber mit 63 Prozent deutlich mehr Teilnehmer.

17 Prozent der Manager geben derzeit an, ihre Bereitschaft zum Wechsel sei gesunken. Die restlichen 34 Prozent stellen keine Veränderung zum Vorjahr fest. Studienautor Derakhchan schlägt diese "Unentschlossenen" allerdings den Wechselunwilligen zu. Er spricht von einer Krise in den Köpfen.

Auf die Frage, was ihnen bei der Bewertung einer neuen Stelle besonders wichtig sei, rangiert das Gehalt mit 51 Prozent der Nennungen denn auch knapp vor neuen Herausforderungen mit 49 Prozent. Gleich danach wird der Arbeitsort angegeben (37 Prozent). Zum Vergleich: Vor fünf Jahren nannten den nur 14 Prozent.

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