Gesamtvolumen bis zu 100 Milliarden Euro

Banken investieren Milliarden in neue IT-Systeme

27. Oktober 2005
Von Ingo Butters
Einer Untersuchung des Marktforschers Forrester zufolge wollen mehr als zwei Drittel der europäischen Finanzinstitute ihre Anwendungslandschaft erneuern. Forrester schätzt, dass sich das Gesamtvolumen der Investitionen in den nächsten zehn Jahren auf bis zu 100 Milliarden Euro beläuft. Allerdings wollen die Banken ihre IT-Budgets nicht weiter erhöhen.

In der Befragung gab knapp die Hälfte der Geldinstitute an, dass sie bereits begonnen hat ihre IT-Plattformen zu erneuern. Rund ein Viertel hat bereits entsprechend Pläne in der Schublade und will spätestens 2010 starten. Angesichts der großen Zahl von BankenBanken in Europa – Forrester geht von 4.500 kleinen, 40 mittleren und 20 großen Instituten aus – eröffnen sich für die Anbieter von Software und Services verlockende Geschäftschancen. Top-Firmen der Branche Banken

Schon eine kleine Bank muss rund fünf Millionen Dollar für Software und Services ausgeben, um ihre IT-Landschaft auf Vordermann zu bringen. Bei den ganz großen Häusern kann die notwendige Investition auf mehr als 200 Millionen Euro anschwellen. Jost Hopperman, Vice President Research bei Forrester, berichtet, dass eine Großbank allein für die Erneuerung ihrer Kernsysteme rund 100 Millionen ausgeben musste.

Banken wollen Budgets nicht erhöhen

Hopperman schätzt, dass die Finanzbranche in den nächsten zehn Jahren insgesamt rund 100 Milliarden Euro in die Erneuerung ihrer IT-Systeme investieren wird. Da aber rund 50 Prozent der Banken die ProjekteProjekte bereits gestartet haben, reduziert sich das potenziell noch freie Auftragsvolumen für die Anbieter auf 50 Milliarden Euro. Alles zu Projekte auf CIO.de

Es ist fraglich, wie viel davon tatsächlich in den Markt für Software und Services fließen wird. Kaum ein Institut plant derzeit sein IT-Budget signifikant zu erhöhen. Die meisten Geldhäuser versuchen die notwendigen Ausgaben mit den derzeit verfügbaren Etats zu bestreiten.