OpenStack, OpenDaylight

Was ist eine Software-Defined Infrastructure?

24. Mai 2016
René Büst ist Technology Analyst & Advisor mit dem Fokus auf Cloud Computing und IT-Infrastrukturen. Er ist Mitglied des weltweiten Gigaom Research Analyst Network und gehört weltweit zu den Top 50 Bloggern in diesem Bereich. Seit Ende der 90er Jahre konzentriert er sich auf den strategischen Einsatz der Informationstechnologie in Unternehmen.
Mit einer Software-Defined Infrastructure (SDI) lässt sich eine komplette Infrastrukturlandschaft nur durch Software austauschen, also ohne Investitionen in Hardware. OpenStack und OpenDaylight spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Die digitale Transformation schlägt weiter um sich. Was sich für einen Großteil der Unternehmen "lediglich" auf Geschäftsmodell- und Prozess-Ebene bemerkbar macht, bereitet Industrie-Unternehmen auch innerhalb der Produktion Kopfzerbrechen. Insbesondere die Automobilbranche hat mit einer hohen Erwartungshaltung hinsichtlich Innovationen über die gesamte Lieferkette zu kämpfen.

Eine bedarfsgerechte Produktion in nahezu Echtzeit sowie eine flexible Lieferung der Produkte sind nur zwei Beispiele dieser Anforderung. Der Bedarf an intelligenten Produktionsstätten und autonomen Anlagen wird damit immer größer. Industrie 4.0 ist das Stichwort, deren Einfluss auch immer mehr auf IT-Infrastruktur-Ebene und im Netzwerk sichtbar wird. Es ist daher an der Zeit, sich mit einer Software-defined Infrastructure (SDI) auseinanderzusetzen, um den Wandel einzuleiten.

Industrie 4.0 erfordert ein Umdenken auf Infrastruktur-Ebene

Die Digitale Transformation beschreibt den fundamentalen Wandel von Unternehmen hin zu einer vollständig vernetzten digitalen Organisation. Auf Basis von neuen Technologien und Applikationen werden immer mehr Prozesse und Prozesselemente umgestaltet und an die Anforderungen (Echtzeit, Vernetzung) der digitalen Ökonomie angepasst. Aber was bedeutet Digitale Transformation speziell für die produzierende Industrie- und Fertigungsunternehmen und womit sollten sich diese Unternehmen unbedingt beschäftigen?

Crisp Research's "Digital Business Readiness" Studie hat ergeben, dass für über 70 Prozent der Unternehmen in der produzierenden Industrie die Digitale Transformation einen überdurchschnittlichen Einfluss hat. Das zeigt, dass die Branche die Ausläufer der Industrie 4.0 zu spüren bekommt und den Stellenwert der Digitalisierung für das eigene Kerngeschäft wahrnimmt. Das spiegelt auch die Zufriedenheit mit der bestehenden IT-Infrastruktur wider. Insbesondere die produzierende Industrie sieht einen weiteren Bedarf, ihre IT-Infrastrukturen innerhalb ihrer Cloud-Transformation und später für die Industrie 4.0 weiter aufzurüsten.

Das aus gutem Grund. Bei rund 55 Prozent der Unternehmen aus der produzierenden Industrie zeigt sich ein Planungsstand, der die Umsetzung von Industrie 4.0-Szenarien kurz- und mittelfristig vorsieht. Jedoch scheint es, als ob die Industrie mehrheitlich noch in der Cloud-Transformation steckt, da die kurz- und mittelfristige Implementierung von Software-as-a-Service und Infrastructure-as-a-Service aktuell noch einen deutlich höheren Stellenwert besitzt.

Themen, Programme und Projekte, die im Rahmen der digitalen Transformation in der IT-Organisation vorangetrieben werden.
Themen, Programme und Projekte, die im Rahmen der digitalen Transformation in der IT-Organisation vorangetrieben werden.
Foto: Crisp Research AG
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