Talent-Management verbessern

Zweifel an Qualität der Mitarbeiter

04. Juli 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Die meisten Vorstände halten ihre Belegschaft nicht für erstklassig. Eine Accenture-Studie zeigt Möglichkeiten, um Talente zu fördern und ins Unternehmen zu holen.

Während es in den vergangenen drei Jahren mehr die Einsparungen und die Kostenkontrolle waren, die oberste Priorität bei Vorständen hatten, sind Unternehmen heute in erster Linie auf Wachstum aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Accenture bei der Auswertung von Studienergebnissen. In einem Beitrag gehen die Studienautoren der Frage nach, ob Unternehmen denn genügend Talente beschäftigen, um überhaupt wachsen zu können.

Viele Unternehmen beschäftigen heute weniger Mitarbeiter als vor der Wirtschaftskrise.
Viele Unternehmen beschäftigen heute weniger Mitarbeiter als vor der Wirtschaftskrise.
Foto: Accenture

In einer Accenture-Befragung gab rund die Hälfte der Unternehmen an, dass sie weniger Mitarbeiter beschäftigen als vor der Wirtschaftskrise. Rund zwei Drittel dieser Studienteilnehmer gehen davon aus, dass sich das in den kommenden Jahren auch nicht ändern wird. Bei einem Drittel der Unternehmen wurde nicht nach Leistung entschieden, wer den Abreitgeber verlässt. Vielmehr ließen Firmen diejenigen ziehen, die Abfindungen und Vorruhestandsangebote annahmen.

Eine gute Ausgangslage für mehr Wachstum im Unternehmen ist das nicht. Firmen müssten koordinierter planen und Arbeitnehmer und die Unternehmensziele auf keinen Fall getrennt voneinander betrachten.

Vor allem wenn Unternehmen mit weniger Mitarbeitern als vor der Wirtschaftskrise wachsen möchten, setzen sie damit ihre Belegschaft unter Druck. Häufig hat die Unternehmensspitze selbst nicht unbedingt den nötigen Glauben an die Mitarbeiter. Nur 30 Prozent der Vorstände finden ihre Entwicklungsabteilung oder den Kundenservice erstklassig, bei der IT sind es nur 22 Prozent.