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Manufacturing Execution System

Rehau Automotive führt Siemens-Software ein



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der Autozulieferer spricht von einem Leuchtturmprojekt im Bereich Industrie 4.0. Rehau ersetzt in 15 Werken Altsysteme in den Bereichen Engineering, Fertigung und Qualitätssysteme durch Lösungen von Siemens.
Werk Scandium in Rehau.
Werk Scandium in Rehau.
Foto: Rehau

RehauRehau Automotive ersetzt in seinen 15 Werken mehrere Altsysteme in den Bereichen Engineering, Fertigung und Qualitätsmanagement mit Softwareprodukten von SiemensSiemens. Rehau ist ein AutomobilzuliefererAutomobilzulieferer und System- und Serviceanbieter polymerbasierter Lösungen mit Sitz in Oberfranken. Top-500-Firmenprofil für Rehau Top-500-Firmenprofil für Siemens Top-Firmen der Branche Automobil

Damit sei Rehau einer der ersten Autozulieferer, der ein firmenweites Manufacturing Execution System (MES) und Qualitätsmanagementsystem (QMS) implementiert, das in ein Product Lifecycle Management (PLM) System für Produkt- und Prozessdigitalisierung sowie Closed Loop Manufacturing integriert ist.

Digitalisierung und Automatisierung

Es ginge darum, die Digitalisierung und Automatisierung der gesamten Engineering- und Fertigungsprozesse umzusetzen, sagte Helmut Ansorge, Mitglied der Rehau-Geschäftsleitung. Rehau will deswegen die bisherigen Lösungen an allen 15 Werken weltweit austauschen und das Manufacturing Operations Management (MOM) Portfolio von Siemens verwenden. "Dies ist ein Leuchtturmprojekt, es ist einzigartig in unserer Unternehmensgeschichte", sagte Ansorge. Ziel sei es, beim Thema Industrie 4.0Industrie 4.0 wettbewerbsfähig zu bleiben. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

In den letzten zehn Jahren habe Rehau für jeden Standort individuelle Lösungen entwickelt. Im Laufe der Zeit sei es durch die damit zusammenhängende Komplexität aber immer schwerer geworden, zu wachsen und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Prozesse und Logistik verschlanken und standardisieren

Die neue, integrierte Lösung ermögliche es nun, Prozesse und Logistikabläufe "zu verschlanken und zu standardisieren". So könne Rehau über das Netzwerk der 15 Werke hinweg Produkte entwickeln und liefern.

Industrie 4.0 für Hersteller

Siemens hat für die Lösung ein spezielles Template erstellt, das auf seinem MOM-Portfolio basiert. Darunter befinden sich die MES-Lösung Simatic IT UADM, die IBS QMS Professional Software sowie das Planungs- und Scheduling-System für die Fertigung, Simatic IT Preactor APS und die mit dem Fertigungsbereich verknüpfte Lösung für den Scada/HMI-Standard Simatic WinCC. Die Lösung ist eng in die Teamcenter-Software von Siemens, eine digitale Lifecycle-Management-Lösung, sowie das bei Rehau implementierte ERP-System integriert.

Dadurch ließen sich alle Änderungen im Engineering sofort im Werk abbilden. So lasse sich das Engineering über den Active Workspace Client für Teamcenter in das Abweichungsmanagement integrieren. Das spare Zeit und verbessere die Qualität, da die Ingenieure nun über einen direkten und kontextualisierten Zugriff auf gemeldete Abweichungen und die As-built-Dokumentation verfügten.

"Industrie 4.0 ist für viele Hersteller in der diskreten Fertigung ein dringliches Thema. Dies gilt insbesondere für Automobilzulieferer, die just-in-time oder oft sogar just-in-sequence liefern müssen", sagte Urban AugustUrban August von Siemens PLM Software. Profil von Urban August im CIO-Netzwerk

Rehau AG & Co | Manufacturing Execution System (MES)

Branche: Automobilzulieferer
Zeitrahmen: 05/2016 bis 11/2018
Mitarbeiter: ca. 20 Mitarbeiter
Produkte: Siemens SW: MOM-Portfolio
• Simatic IT UADM
• IBS QMS Professional Software
• Simatic IT Preactor APS
• Simatic WinCC
Dienstleister: Siemens: Digital Factory Division,
Product Lifecycle Management, Digital Enterprise Software
Einsatzort: weltweit (15 Werke)
Internet: www.rehau.com

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