CIO Auf- und Aussteiger


Digital Leader

Ursula Soritsch-Renier wird Group-CIO von Nokia



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Im Juni wechselt Ursula Soritsch-Renier vom Maschine- und Anlagenbauer Sulzer zum zu Nokia. Bei der Nokia Group wird die Österreicherin CIO und Digital Leader. 2014 kam sie unter die Top 10 des Wettbewerbs "CIO des Jahres" von "CIO" und "Computerwoche".
Ursula Soritsch-Renier war CIO beim Schweizer Maschinen- und Anlagenbauer Sulzer AG. Nun wechselt sie als Group-CIO zu Nokia.
Ursula Soritsch-Renier war CIO beim Schweizer Maschinen- und Anlagenbauer Sulzer AG. Nun wechselt sie als Group-CIO zu Nokia.
Foto: Sulzer

Die CIO des Schweizer Maschinen- und Anlagenbauers Sulzer AG mit Sitz in Winterthur, Ursula Soritsch-Renier (50), wechselt Mitte Juni 2018 als Group CIO und Digital Leader zum finnischen Telekommunikationskonzern Nokia. Sie wird an Nokia-COO Jörg Erlemeier berichten.

Nokia, vielen in Deutschland noch und wieder als Handyhersteller bekannt, konzentriert sich seit 2013 vor allem auf die Telekommunikationsnetz- und Softwaresparte und den Technologie-Sektor.

In dem Artikel "So bewerkstelligt die Sulzer-IT-Chefin den Wandel" beschreibt die CIO-Schwesterpublikation "Computerwoche" die geborene Wienerin Ursula Soritsch-Renier:

Informatik statt Ballerina

• Als Kind wollte Ursula Soritsch-Renier Ballerina werden. Bis zum Alter von zehn Jahren trainierte und tanzte sie am Theater an der Wien. Doch dann sei sie zu groß geworden, so sagt sie. Soritsch-Renier entschied sich, stattdessen Informatik zu studieren.

• Die frühen Jahre ihrer beruflichen KarriereKarriere verbrachte sie bei Philips - zunächst in Wien, dann in Brügge und in der Konzernzentrale in Eindhoven, schließlich in Boston, wo sie bereits den Titel Director Information Management trug (von 1995 bis 2009). Alles zu Karriere auf CIO.de

• Von dort wechselte die Österreicherin, die mit einem Amerikaner verheiratet ist, erstmals zu einem Schweizer Unternehmen: Sie heuerte als Global Head IT Strategy bei Novartis in Cambridge an (2009 bis 2013).

• Und in dieser Funktion weckte sie das Interesse von Sulzer Management. Seit April 2013 bekleidet sie dort die Funktion des CIO.

Strategischer Wert auf IT

"Ursula wird eng mit unseren Business-Verantwortlichen zusammenarbeiten, um die IT von Nokia zu einer weltweit erstklassigen Organisation zu entwickeln, die Services, Technologie, Finanzen und Mitarbeiter umfasst. Nokia wird noch mehr strategischen Wert auf die IT legen", sagte der COO von Nokia, Jörg Erlemeier, in einer Erklärung.

"Viel Durchsetzungsvermögen"

Soritsch-Renier kam 2014 beim Wettbewerb "CIO des Jahres" von "CIO" und "Computerwoche" als einzige Frau unter die ersten Zehn. Das Urteil der Jury: "Sie musste viel Durchsetzungsvermögen beweisen, denn es galt, zwei dezentral organisierte IT-Gruppen in einem zentral geführten, global agierenden IT-Team zusammenzuführen. Ziel war es, dessen Fokus auf Serviceorientierung und Effizienz zu legen und die neue Einheit als Partner der Geschäftsbereiche zu einem "Enabler" der Organisation zu machen."

Stationen bei Novartis und Philips

Ursula Soritsch-Renier hat einen Master in Philosophie und Informatik der Universität Wien sowie einen Bachelor des WIFI College für Wirtschaft in Österreich. Sie wurde im Jahr 2014 als bester CIO der Schweiz (Swiss CIO Award) vom Wiener Konferenz- und Weiterbildungsunternehmen Confare in Zusammenarbeit mit EY ausgezeichnet.

Nokia ist weltweit größter Netzwerkausrüster

Nokia mit Hauptsitz im finnischen Espoo erzielte mit 105.000 Mitarbeitern einen weltweiten Umsatz von rund 23,1 Milliarden Euro (2017).

Durch die Übernahmen des französischen Telekommunikationsausrüsters Alcatel-Lucent 2016 wurde Nokia zum weltweit größten Netzwerkausrüster. Teil dieser Übernahme waren die Bell Laboratories. 2013 hatte Nokia bereits Nokia Siemens Networks (NSN) vollständig übernommen, das Unternehmen firmierte dann unter Nokia Solutions and Networks und später unter Nokia Networks.

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