Hamburger IT-Strategietage


// Am 21. und 22. Februar 2019 treffen sich im Hotel Grand Elysée CIOs und IT-Entscheider zu den 17. Hamburger IT-Strategietagen 2019. Der von CIO-Magazin und Hamburg@work gemeinsam veranstaltete Kongress bietet Top-Referenten, spannende Vorträge und eine lebhafte Diskussion.

IT-Strategietage 2018

CIOs müssen den steinigen Weg zum CEO gehen

Unternehmen und IT-Entscheider müssen aufhören, Firmen wie Google, Amazon und Startups nur zu beobachten. Sie müssen den Mut haben, massiv in Innovationen zu investieren und dafür auch Umsatzeinbußen in Kauf zu nehmen, rät der ehemalige IBM-Vordenker Gunter Dueck.
Referent Gunter Dueck auf den Hamburger IT-Strategietagen 2018.
Referent Gunter Dueck auf den Hamburger IT-Strategietagen 2018.
Foto: Foto Vogt

Es zeigt sich gerade wieder am Beispiel von AmazonAmazon Fresh, beschreibt Gunter Dueck ein Szenario. Der Lieferdienst startet in Deutschland in einigen wenigen Städten Deutschlands und das auch nur mit wenigen Lieferwagen. Und was machen die etablierten Händler in Deutschland? Sie beobachten, was Amazon so treibt, beäugen es kritisch. Dann beruhigt man sich mit Aussagen wie, das sind ja erst drei Städte und nur zehn Lieferwagen. Ganz rund läuft es ja vielleicht auch nicht und von Gewinn braucht man eh nicht zu reden. Alles zu Amazon auf CIO.de

Und das kann man ein Jahr beobachten, drei Jahre und oder fünf Jahre. Doch irgendwann rollt Amazon vielleicht tausende Lieferwagen in sehr vielen Städten aus. Dann ist die Messe gelesen für die etablierten Anbieter.

Deswegen mahnte der frühere IBM-Vordenker und heutige Buchautor und Philosoph Gunter Dueck an, Innovationen in Unternehmen massiv voranzutreiben. Und zwar mit viel Geld und auch unter Inkaufnahme, einige Quartale unter den erwarteten Zahlen zu liegen. Doch diesen Mut bringen die wenigsten Unternehmen auf. Sie beobachten lieber weiter.

CIO wird unterschätzt

Dabei gibt es ja jemandem im Unternehmen, der weiß, wie man das Business umkrempeln kann. Das ist der CIO. Die Forderung, dass der CIO in den Vorstand gehört, ist schon zig Jahre alt, doch die Realität zeigt, dort ist er immer noch nicht angekommen. Woran liegt das? Die Abwehrmechanismen in Unternehmen sind zu groß, so Dueck.

Ein CEO will nicht auf sichere Umsätze verzichten, er will nicht die schlechte Botschaft verkünden, dass wegen hoher Investitionen in Innovationen die Gewinne die kommenden Quartale zurückgehen werden. Firmen wie Amazon haben dagegen lange Verluste geschrieben, aber sie hatten ein klares Ziel und eine klare Strategie, die sich inzwischen auszahlt.

Umgekehrt zögern ITler auch gern, wenn sie merken, dass sie keine Boni mehr bekommen, wenn sie sich in Innovationsprojekte stürzen, die nicht in ihren Zielen vereinbart wurden.

CIO braucht mehr Mut

Dabei sollte ein CIO vielmehr den Mumm aufbringen, den Weg zum CEO zu suchen und mit ihm über die Unternehmensstrategie zu reden. Am besten bringt er eine Strategie mit, denn der CEO hat ja oft keine.

Diesen dornigen Weg müsse der CIOCIO gehen, will er was bewegen. Startups haben diese Mentalität, sie beginnen mit Innovationen, auch wenn das immer wieder sehr weh tun kann. Alles zu Rolle des CIO auf CIO.de

CDO belegt das Scheitern des CIO

Was passiert stattdessen? Ein CDO zieht in den Vorstand ein. Der CDO sei jedoch das Zeichen für das Versagen der IT, sagte Dueck. Also auch der CIO muss aus der betrachtenden Phase herauskommen und damit beginnen, das Business umzukrempeln. Auch wenn es manchmal weh tut.

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