Innovationsfähigkeit

Tech-Talente und ihre Erfolgsfaktoren

Fabian Stalter ist CDO und IT-Leiter der Landesbank Saar (SaarLB).
Fabian Stalter wettet, dass 2026 in führenden Technologie-Unternehmen Lernfähigkeit mehr als Expertenwissen das ­relevante Einstellungskriterium sein wird.
Fabian Stalter ist CDO und IT-Leiter der Landesbank Saar (SaarLB).
Fabian Stalter ist CDO und IT-Leiter der Landesbank Saar (SaarLB).
Foto: Landesbank Saar

Jedes Jahr veröffentlicht Gartner den bekannten Hype Cycle, in dem das Kommen und Gehen von TechnologietrendsTechnologietrends analysiert wird. Einige davon, in die vor kurzer Zeit noch hohe Erwartungen gesetzt wurden, haben den Peak des Hypes hinter sich gelassen. Andere sind gerade im Aufschwung. Cognitive RPARPA, Augmented RealityAugmented Reality - die Liste ist lang. Alles zu Augmented Reality auf CIO.de Alles zu IT Trends auf CIO.de Alles zu Roboter auf CIO.de

Dabei fällt insbesondere auf, dass die Geschwindigkeit, mit der neue Trends auf den Markt strömen, enorm zunimmt. Um die Innovationsführerschaft zu erlangen, wird es jedoch darauf ankommen, neue technologische Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Während die zukünftigen Trends derzeit noch unbekannt sind, ist die einzige Konstante die zunehmende Geschwindigkeit des technologischen Wandels. Was ist zukünftig also der Erfolgsfaktor?

Um ihre Chancen im Markt zu steigern, stützen sich heute mehr Unternehmen denn je auf künst­liche Intelligenz (KI). Als akademische Dis­ziplin bereits im Jahr 1956 begründet, hat die KI heute enorm an Relevanz zugenommen. Gründe dafür sind insbesondere die rasant ansteigende Menge an Daten sowie eine verbesserte Rechenleistung. Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz hilft in der Regel dabei, Prognosen abzugeben, jedoch gibt es weitere Formen der Intelligenz, die ebenso entscheidend sind. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Viele Arten von Intelligenz

Vor 100 Jahren wurde Intelligenz noch als das definiert, was der IQ-Test misst. Diese Definition war und ist aber sehr umstritten, da der Test nur einen begrenzten Teil des Intelligenzspektrums abdeckt. Heutzutage sind über 70 Definitionen von Intelligenz bekannt, bei denen von der räumlichen über die sprachliche bis hin zur emotionalen Intelligenz zahlreiche Arten angesprochen werden. Lernfähigkeit ist eine davon. Sie ermöglicht dem Menschen, sich an neue Anforderungen anzupassen.

Intelligenz ist also nicht statisch, sondern entwickelt sich im Laufe des Lebens. In Zeiten rapiden Wandels ist die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, elementar. Was aber macht darüber hinaus in einer sich schnell drehenden Welt den Unterschied aus?

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Abstraktes Denken

"Die größte Errungenschaft des menschlichen Gehirns ist es, sich Dinge und Abläufe vorzustellen, die in der Realität nicht existieren. Und diese Fähigkeit ermöglicht es uns, über die Zukunft nachzudenken", schreibt Daniel Gilbert, Professor für Psychologie an der Harvard University. Dieses abstrakte Denken ist eine Form der Intelligenz, die den Menschen maßgeblich von anderen Spezies unterscheidet. "Der Mensch ist das einzige Tier, das an die Zukunft denkt", so Gilbert.

Neben der Lernfähigkeit gehört für Führungskräfte die Fähigkeit, eine Zukunftsvision zu entwerfen, schon immer zum Grundwerkzeug. Jeder unternehmerische Erfolg beginnt mit der Überzeugung, dass aus einer Idee Wirklichkeit werden kann. Doch mit dem Hype Cycle vor Augen ist dies für Technologie-Leader heute schwieriger denn je, denn die hohe Geschwindigkeit des technologischen Wandels macht die Entwicklung einer Zukunftsvision zu einer anspruchsvolleren Aufgabe.

Vor 100 Jahren war es leichter abzusehen, wie die technologische Welt fünf Jahre später aussehen würde. Ein klares Zielbild vermitteln und Talente dafür begeistern zu können, kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. Denn welcher Mitarbeiter ist bereit, einem Manager zu folgen, der nicht weiß, wohin die Reise geht?

Begeistern für Visionen

Aus Sicht der FührungspersönlichkeitFührungspersönlichkeit stellt sich wiederum die Frage, welche Mitarbeiter sie für ihre Vision begeistern möchte. Dabei ist Mut ein entscheidender Faktor, der die innovative Idee zur Realität werden lässt. Ist der erfahrene Experte der Richtige, der in der Vergangenheit - idealerweise in der gleichen Branche und in gleicher Funktion - Fachwissen aufgebaut hat? Oder ist es das neue Talent, dessen Einstellung mit mehr Risiken, gleichzeitig jedoch auch mit frischen Ideen und einer steileren Lernkurve verbunden ist? Alles zu Führung auf CIO.de

Vor genau dieser Entscheidung stand Alfred Kleiner vor 110 Jahren, als er an der ETH Zürich einen neuen Lehrstuhl für theoretische Physik gründete. Der erfahrene Professor traf die mutige Entscheidung, drei Erstberufungen auszusprechen. Max von Laue, Peter Debye und Albert Einstein waren drei junge und unbekannte Physiker, die einer radikal neuen und umstrittenen Theorie folgten. Ihre Berufung verhalf der Quantenphysik, deren technologische Anwendungen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, zu einem unschätzbaren Erfolg. Jedem der drei Professoren wurde später ein Nobelpreis verliehen.

Lern- und Innovationsfähigkeit

Eine revolutionäre Vision, kombiniert mit Kleiners Fähigkeit, brillante Talente für diese zu ­begeistern, brachten den entscheidenden Durchbruch. Er setzte bei der Talentgewinnung - gemeinsam mit seinem Erfahrungsschatz - insbesondere auf Lern- und Innovationsfähigkeit.

Sie suchen nach dem nächsten Quantensprung für Ihr Unternehmen? In einer Zeit des rapiden Wandels, in der die Halbwertzeit des Wissens so kurz ist wie nie zuvor, hilft diese Strategie vielleicht mehr denn je.

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