Eigene Plattform

Thyssenkrupp will Handelsgeschäft digitalisieren

11.07.2017
Der Industriekonzern Thyssenkrupp will sein Handelsgeschäft stärker digitalisieren. Dabei hofft das Unternehmen auf mehr Effizienz und steigende Margen.

"Wir müssen die gesamte Wertschöpfungskette durchdigitalisieren", sagte Hans-Josef Hoß, zuständiges Vorstandsmitglied der Thyssenkrupp-Werkstoffsparte, dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Vom Kunden bis zum Lieferanten wollen wir alle miteinander vernetzen." Dafür hat Thyssenkrupp nun eine eigene digitale Plattform entwickelt.

Die Servicesparte von Thyssenkrupp wickelt eigenen Angaben zufolge derzeit rund eine Milliarde Euro digital ab, das meiste davon mit großen Industriekunden. Die auf Handwerker ausgerichteten Onlineshops stehen dagegen noch am Anfang. Über 700.000 Besucher registrieren die Portale pro Monat, wie Hoß sagt. Aber nicht jeder von ihnen kauft auch. "Das ist ordentlich, aber da gibt es noch Luft nach oben", so der Manager.

Thyssenkrupp erzielt mit dem Handel von Stahl, Aluminium- oder Kunststoffteilen sowie Dienstleistungen einen Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro. Die operative Marge liegt jedoch bei lediglich 1,2 Prozent. Das Management strebt mittelfristig 3 Prozent an. (dpa/ib)

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